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Fire Cider – Power Elixier für die Abwehrkräfte

Fire Cider ist ein pflanzliches Heilmittel, das zur Vorbeugung von saisonalen Krankheiten wie Erkältungen und Grippe eingesetzt werden kann. Fire Cider hat natürlich noch niemand wissenschaftlich auf seine Effekte aufs Immunsystem untersucht, denn es gibt so viele Rezeptvarianten davon, dass das auch gar nicht möglich wäre. Doch seine wechselnden Inhaltsstoffe sind altbekannt für ihre immunstärkenden Kräfte. Jedenfalls ist es ein feuriges Mittel, um sich nach einem Spaziergang im Schnee an einem kalten Wintertag aufzuwärmen.

„Fire Cider“ wurde vermutlich in den 80er Jahren von der Kräuterkundlerin Rosemary Gladstar erfunden. Ihr traditionelles Rezept besteht aus Apfelessig, Meerrettichwurzel, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Cayennepfeffer.

Fire Cider nach einem Winterspaziergang

Mein Lieblingsrezept für Fire Cider

Zutaten:

  • 1/2 Tasse frischer Ingwer
  • 1/2 Tasse frischer Meerrettich
  • 1 Zwiebel
  • 10 Knoblauchzehen
  • 2 scharfe Chilischoten (wenn Sie auftreiben können: Habaneros oder Jalapeños)
  • 1 Bio Zitrone
  • einige Zweige frischer Rosmarin (oder ersatzweise 2 EL getrockneter Rosmarin)
  • 1 Esslöffel Kurkuma
  • Apfelessig
  • etwa 1/4 Tasse Honig

Anleitung:

Waschen Sie Ingwer und Meerrettich gründlich und schneiden Sie sie mit der Schale in grobe Stücke. Zwiebel und Knoblauch schälen, die Zwiebel grob würfeln. Den Strunk der Chilischoten entfernen. Die Zitrone samt der Schale achteln. Rosmarinnadeln vom Zweig streifen.

Fire Cider - Meerrettich

Geben Sie die so vorbereiteten Zutaten in einen Mixer und giessen Sie soviel Apfelessig hinzu, dass alles einige Zentimeter hoch mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Kräftig durchmixen.

Wenn Sie keinen Mixer haben, können Sie die Zutaten auch raspeln und feinschneiden. Die Ziehdauer verlängert sich dann allerdings auf bis zu 4 Wochen.

Füllen Sie den Fire Cider nun in ein Glasgefäß um und lassen Sie ihn ein paar Tage an einem kühlen Ort stehen. Rühren Sie immer wieder mal um. Die festen Bestandteile sollten sich inzwischen am Boden abgesetzt haben. Sie können die Flüssigkeit vorsichtig in ein anderes Gefäß durchseihen und wenn Sie möchten auch noch durch ein Tuch filtrieren.

Fire Cider mit Honig

Jetzt können Sie Honig nach Geschmack zugeben und umrühren bis er sich aufgelöst hat. Der Fire Cider sollte scharf, würzig und süss schmecken.

Wer Kimchi mag, wird Fire Cider lieben.

Als feuriges Stärkungsmittel für den Winter nimmt man täglich ein- bis zweimal ein Stamperl davon ein.

Sie können den würzigen Essig aber auch über den Salat geben oder Gemüse und Reis damit aufpeppen.

Sollten Sie die eine oder andere Zutat geschmacklich nicht mögen oder nicht gut vertragen, lassen Sie sie einfach weg. Ich habe auch schon Fire Cider mit Schnaps und Wein statt Apfelessig angesetzt und mal Kurkuma oder Meerrettich aus der Zutatenliste gestrichen. Seien Sie kreativ. Und schreiben Sie Ihre Highlights der besonders gelungenen Varianten gerne unten in die Kommentarfunktion.

Wohl bekomms!

Literaturempfehlungen:




Mohntorte – berauschende Versuchung mit Suchtpotential

Mal abgesehen von den malerischen Mohnfeldern erfreut vor allem eines unser Herz: der unglaubliche Nährstoffgehalt der schwarzen Körnchen!

Mohntorte - Mohnfeld

Und natürlich ist das im Milchsaft des Mohns enthaltene schmerzstillende, beruhigende aber auch höchst suchterzeugende Opium längst aus dem Speisemohn heraus gezüchtet. Gesundheitliche Bedenken brauchen Sie beim Verzehr von Mohn keine zu haben.

Mohntorte - natürlich ohne Opium

Mohnsamen bestehen knapp zur Hälfte aus Öl, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Beim Kaltpressen erhält man Mohnöl, das hervorragend zu Salaten und Rohkost passt. Der Eiweissgehalt ist mit 20% beachtlich und kommt damit an den Proteingehalt von Rindfleisch heran. Die Kohlenhydrate sind dabei jedoch verschwindend gering. Ebenfalls beachtlich sind die Mengen an Kalzium, Zink, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin E und B1…

Mohntorte - reich an wertvollen Nährstoffen

Weltweit gibt es über 100 verschiedene Mohnarten. Als Speisemohn ist bei uns vor allem der graue und blaue Mohn beliebt. Aufgrund der Nahrhaftigkeit und der riesigen Zahl der Samenkörner (um die 30.000 pro Kapsel) gilt der Mohn von alters her als Symbol für Fruchtbarkeit, Glück und Reichtum.

Gerade in der österreichischen Mehlspeisküche ist der Mohn nicht wegzudenken: Von Wutzelnudeln mit Mohn, über Germknödel und Mohnstrudel reicht die Palette. Mohnsemmeln fehlen in keiner Bäckerei.

Ganze Mohnsamen halten sich kühl und dunkel gelagert gut ein Jahr. Gequetschte Varianten würden recht schnell verderben – außer man setzt Konservierungsmittel zu, die dies verhindern. Mahlen Sie Ihren Mohn also unbedingt frisch (entweder in einer richtigen Mohnmühle, oder für erste Versuche tuts auch eine elektrische Kaffeemühle). Der Geschmack ist unvergleichlich.

Hier ein ausgesprochenes Low Carb Rezept für eine saftige Mohntorte:

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 3 EL Flüssigsüsse
  • 250 g Topfen
  • 200 g Mohn, gemahlen
  • 2 EL Leinsamenmehl
  • 1 Backpulver
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Prise Salz
  • Vanille
  • Zimt, gemahlen
  • Nelken, gemahlen

Zubereitung:

Alle Zutaten mit dem Mixer zu einem Rührteig verarbeiten. In eine mit Backpapier ausgelegte Tortenform (26 cm) streichen. Im vorgeheizten Backrohr bei 160° Heissluft oder 180° Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten backen. Auf Wunsch die ausgekühlte Mohntorte mit Puder-Xucker (Erythrit) bestreuen und mit Zimtsahne servieren.