Schlaf für Gesundheit und Schönheit (15 Tipps)

image_pdfimage_print

Schlaf ist nicht selbstverständlich – und doch so wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden.

Ein Forscherteam aus Psychologen und Schlafforschern machte zwei Monate lang medizinische Tests mit 164 Freiwilligen, die zu ihrer Gesundheit befragt wurden. Die Testpersonen, deren Schleimhäute per Nasenspray mit Erkältungsviren besprüht wurden, wurden sieben Tage lang beobachtet. Im Schlaflabor wurden Schlafdauer und Qualität der Schlafphasen erfasst. Das Ergebnis war, dass bereits ein geringfügiger Schlafmangel das Immunsystem schwächt und den Weg für Viren freigibt. Testpersonen, die pro Nacht weniger als 6 Stunden schliefen, erkälteten sich mehr als viermal so oft wie Langschläfer. Und zwar unabhängig von anderen beeinträchtigenden Faktoren wie etwa dem Alter oder dem Stresslevel. Die Testpersonen durften bei dem Experiment übrigens so lange schlafen, wie sie wollten. Wer weniger als 6 Stunden schlief, tat das also freiwillig und hatte subjektiv nicht das Gefühl zu wenig geschlafen zu haben. Trotzdem belastete es ihre Abwehrkräfte.

Guter Schlaf fürs Immunsystem
Bild von 영훈 박 auf Pixabay

Schlaf wird im Falle einer Infektion auch als Heilmittel eingesetzt. Oft fühlt man sich besonders müde und schläft sich dann gesund. Besonders wirksam ist dabei der oberflächliche Traumschlaf oder ein leichtes Dahindösen. Der Tiefschlaf kommt manchmal erst nach dem Überwinden der Krankheit zurück.

Das können Sie für einen guten Schlaf tun:

Die größten Störenfriede einer ruhigen Nacht sind negative Gedanken. Wer die halbe Nacht grübelt, wird schwer zur Ruhe kommen. Mit der Zeit fürchtet man sich vielleicht sogar vor dem Zubettgehen und schläft dadurch noch schlechter ein. Achten Sie also darauf, dass sie in den zwei, drei Stunden vor dem Schlafengehen zur Ruhe kommen.

Sowohl geistige wie auch emotionale Reize halten wach. Lesen Sie leichte Lektüre, machen Sie einen Spaziergang und genießen Sie die Stille des Abends.

Wenn Sie Sorgen haben, schreiben Sie sie in ein Tagebuch, in dem sie über Nacht gut aufgehoben sind. Anpacken können Sie die Sache auch am nächsten Tag.

Stoppen Sie die Reizflut. Schalten Sie Fernseher, PC und Smartphone rechtzeitig ab und deponieren sie sie außerhalb des Schlafzimmers.

Erlernen Sie eine Entspannungstechnik wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Meditation.

Leichte Lektüre hilft beim Einschlafen
Bild von StockSnap auf Pixabay

Meiden Sie wenn möglich Schlaftabletten, denn sie bewirken nur den lähmenden Tiefschlaf anstatt dem erholsamen Traumschlaf, der kurz aber erfrischend ist. Wenn nötig, dann nehmen Sie Schlaftabletten nur für kurze Zeit. Eine Abhängigkeit kann schon nach wenigen Tagen entstehen.

Alkoholische Getränke eignen sich übrigens nicht als Schlummertrunk. Das Einschlafen ist zwar leichter, aber das Durchschlafen ist oft gestört. Vor allem in Kombination mit Schlafmitteln ist kompletter Verzicht unbedingt angezeigt.

Bei Koffein ist die Sachlage unterschiedlich. Bei manchen hilft eine Tasse Kaffee direkt vor dem zu Bett gehen, bei anderen stört es den Schlaf auch wenn der Kaffee Stunden davor konsumiert wurde.

Kaffee vor dem Schlafengehen?
Bild von StockSnap auf Pixabay

Rituale helfen beim Herunterkommen und Einschlafen. Nehmen Sie ein warmes Bad mit ein paar Tropfen eines besänftigenden ätherischen Öls. Melisse, Lavendel oder Orangenblüte sind besonders geeignet. Ein Schuss Milch im Wasser emulgiert die Öle und macht die Haut zart und weich. Kleopatra wusste schon was sie tut. Wenn Sie nicht so gerne baden, spülen Sie wenigstens beim Duschen Staub und Sorgen des Tages ab.

Ein warmes Bad mit Milch und Orangenblütenöl fördert den Schlaf.
Bild von silviarita auf Pixabay

Trinken Sie eine Tasse Tee oder die berühmte warme Milch mit Honig. Das spendet eine kleine Portion Tryptophan, den Grundstoff für das Schlafhormon Melatonin.

Dieses wird übrigens nur bei absoluter Dunkelheit gebildet. Also weg mit hellen Uhren oder Radios im Schlafzimmer.

Das Schlafzimmer sollte übrigens nicht nur ruhig und dunkel, sondern auch gut gelüftet und kühl sein. Wenn es das Wetter und die Außengeräusche zulassen, schlafen Sie bei offenem Fenster.

Ruhig, dunkel, gut gelüftet - das Schlafzimmer für einen guten Schlaf.
Bild von Gary Ross auf Pixabay

Warten Sie ab, bis Sie wirklich müde sind und gehen Sie erst dann ins Bett. Bei manchen hat es sich bewährt für eine Woche lang eine Stunde später ins Bett zu gehen und eine Stunde früher aufzustehen. Anfangs ist man dann tagsüber noch geschaffter, aber nach ein paar Tagen ist man schön müde und der Schlaf wird tiefer.

Machen Sie Ihr Schlafzimmer zur Wohlfühloase für die Regeneration. Achten Sie auf bequeme Matratzen, Bettdecken und Kissen. Daunendecken sind zwar kuschelig warm und herrlich leicht, die elektrostatische Aufladung der Federn lässt jedoch viele merkbar schlechter schlafen. Schafwolle oder im Sommer Baumwolle ist hervorragend geeignet. Meiden Sie Kunststoffe aller Art im Bett. Verzichten Sie auf Mikrofasern und greifen Sie lieber zu Baumwolle oder Leinen für die Bettwäsche.

Wohlfühloase Schlafzimmer - mit natürlichen Materialien für besseren Schlaf.
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Wenn Sie ernsthafte Schlafprobleme über längere Zeit haben, scheuen Sie sich nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenige Sitzungen können schon Abhilfe schaffen.

Literaturempfehlungen

Produktempfehlungen

Schreibe einen Kommentar