Wohlstandserkrankung Fettleber – fit in wenigen Wochen

Statue am Bodensee - Fettleber
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Lange Zeit wurde die nicht-alkoholische Fettleber für harmlos gehalten. Tatsächlich ist sie jedoch eine Ursache für viele Erkrankungen. Medikamente gibt es keine – nur eine Ernährungsumstellung und Sport können helfen.

Süssigkeiten, Nudeln, Brot, Zucker – die Kohlenhydratspeicher der Leber sind in den Wohlstandsländern proppenvoll. Nicht zuletzt dank der offiziellen Empfehlungen sich kohlenhydratreich und fettarm zu ernähren. Für Bauarbeiter und Spitzensportler würde das auch kein allzu grosses Problem darstellen, da sie die Energiereserven auch regelmäßig verbraucht werden. Wo soll der Körper allerdings mit dem Zuckerüberschuß hin bei Schreibtischtätern, LKW-Fahrern und stundenlang ruhig sitzenden Schülern?

Natürlich in die Fettdepots als Speicher für schlechte Zeiten, die wir mit unserem Überangebot an Nahrung allerdings nicht erleben. Besonders die Leber ist dafür anfällig. Aber auch andere Stoffwechselprobleme tauchen auf: Zu viel Zucker und Fett im Blut, Bluthochdruck, zu viel Bauchfett,… Wir sprechen vom Metabolischen Syndrom. Tritt dieses gleichzeitig mit einer Fettleber auf, liegt der Verdacht nahe, dass dieselbe Ursache zugrunde liegt: Eine Insulinresistenz.

Bei einer Insulinrestistenz reagiert der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin. Durch den ständigen Kohlenhydratüberschuß und die überfüllten Speicher versucht die Bauchspeicheldrüse mit immer mehr Insulin gegenzusteuern. Die Leber soll das Überangebot nun managen und verteilen, was sie bei bleibender Kohlenhydratzufuhr irgendwann überfordert. Vor allem reichlich konsumierter Fruchtzucker, Säfte, Softdrinks und Süssigkeiten sind problematisch. Spätestens anhand des erhöhten Nüchternblutzuckers erkennt man, dass die Leber insulinrestistent ist. Und auch die überarbeitete Bauchspeicheldrüse wird in ihrer Funktion immer mehr nachlassen. Die Diagnose Diabetes ist nicht weit.

Die gute Nachricht: In gerade mal einer Woche lässt sich die Leber so gut entfetten, dass der morgendliche Zuckerspiegel wieder normal ist. Dies wurde bei Fastenperioden nach Magenoperationen beobachtet.

Doch die Fettleber ist inzwischen zu einer Volkskrankheit geworden, die auch vor Schlanken nicht Halt macht. Zwar sind es etwa 70% der übergewichtigen Erwachsenen, die eine Fettleber haben, allerdings sind es auch 15% der Schlanken. Bedenklich ist, dass kaum jemand von dieser Organschwäche weiss, denn eine verfettete Leber tut vorerst nicht weh. Mit der Zeit folgen jedoch auch andere Organe, in denen übermäßig Fett eingelagert werden: die Bauchspeicheldrüse, die Nieren, aber auch Knochen oder das Gehirn. Durch die Fehlfunktionen dieser Organe entstehen dann unsere typischen Zivilisationskrankheiten.

Die Diagnose wird üblicherweise mittels Ultraschall gestellt. Kombiniert mit ein paar Routinemesswerten läßt sich daraus der „Fatty Liver Index“ berechenen, mit dem die Wahrscheinlichkeit einer Fettleber relativ gut bestimmt werden kann.

Was kann man tun? Am schnellsten und effektivsten gelingt die Entfettung der Leber durch eine negative Energiebilanz – der Kalorienverbrauch wird auf etwa 700 – 900 kcal reduziert und die Leber muss nun das eingelagerte Fett zuschiessen. Wichtig ist, dass dabei der Körper trotzdem mit allen lebensnotwendigen Stoffen versorgt wird – ausreichend Eiweiss, hochwertige Fette und kaum Kohlenhydrate. Eine systematische ganzheitliche Leberreinigung bringt das geplagte Organ wieder in Schwung. Und nach zwei Wochen lassen sich viele Medikamente reduzieren oder sogar ganz absetzen. Damit gibt es also echte Alternativen zu Magenoperationen, besonders für Diabetiker.

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Literatur:

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