Fasten – Jungbrunnen für Körper, Geist und Seele

Fasten Tee
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Regelmäßiges Fasten ist historisch vielfältig belegt: zu bestimmten Jahreszeiten, einsam oder gemeinsam, als völliger oder teilweiser Verzicht auf bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel aber auch Lebensgewohnheiten.

Heutzutage hat Fasten besonders therapeutische Bedeutung, etwa als Diät oder in der Trauerarbeit. Politische Bedeutung bekommt Fasten als Protestform im Hungerstreik wie beispielsweise bei Mahatma Gandhi. Aber auch religiöse Fasten Traditionen erleben eine Renaissance. Hier dient das Fasten der inneren Reinigung der Seele, der Buße, der Abwehr des Bösen oder dem Streben nach Erleuchtung oder Erlösung.

Der Zweck des Heilfastens ist vor allem die Entschlackung und Regeneration des Körpers.  Doch auch die seelisch ordnenden Prozesse können Hintergrund sein.

Bei folgenden Krankheitsbildern soll Heilfasten hilfreich sein:

  • Übergewicht
  • Burn Out
  • Diabetes mellitus II
  • Gicht
  • Störungen des Fettstoffwechsels wie Fettleber oder Pankreatitis
  • Erkrankungen der Leber
  • Hypertonie
  • arterielle und venöse Durchblutungsstörungen
  • degenerative Gelenkserkrankungen
  • Hauterkrankungen wie Akne, Psoriasis und Neurodermitis
  • Asthma
  • Heuschnupfen
  • Migräne
  • chronische Schmerzen
  • chronische Verstopfung
  • Morbus Crohn
  • Reizdarmsyndrom
  • Rheuma…

Was passiert im Körper beim Fasten?

Wenn dem Körper von aussen keine Nahrung zugeführt wird, verschiebt sich die Stoffwechsellage vom aufbauenden Modus in den abbauenden. Blutdruck und Blutzuckerspiegel sinken. Fettreserven und Muskeln werden abgebaut (Ketose). Die beim Fettstoffwechsel gebildeten Ketonkörper führen zum anfangs typischen Geruch über Atem und Haut. Bei längerem Fasten wird die Endorphinproduktion angekurbelt – die Stimmung steigt. Pro Tag verlieren Fastende etwa 160g Fett und 75g Muskeln.

Berühmte Heilfastenformen sind:

  • Beim Buchinger-Heilfasten mit Gemüsebrühe und -säften, Einläufen zur Darmreinigung, körperlicher Bewegung, Trockenbürsten, Leberwickel.
  • Die Franz-Xaver-Mayr-Kur bekannt als „Milch-Semmel-Diät“
  • Beim Saftfasten werden nur Obst- und Gemüsesäfte getrunken, wie etwa bei der Breuß-Kur.
  • Die Markert-Diät kombiniert Gemüsebrühe mit einem Eiweißzusatz.
  • Beim Früchtefasten werden nur Früchte, Gemüse, Kräuter und Nüsse gegessen.
  • Beim eiweißergänzten (modifizierten) Fasten wird täglich Buttermilch oder ein Eiweißkonzentrat (Ulmer Trunk) verzehrt. Dies soll Muskelverluste verhindern und den Körper veranlassen, mehr Fett als Eiweiß abzubauen.
  • Beim Molke-Fasten wird auf feste Lebensmittel komplett verzichtet. Man nimmt über den Tag verteilt 1 Liter Molke zu sich, einen halben Liter Obstsaft und 3 Liter Wasser. Ein kleines Glas Sauerkraut- oder Pflaumensaft morgens bringt die Darmtätigkeit in Schwung.
  • Beim Teefasten wird ebenfalls auf feste Nahrung verzichtet. Man trinkt ausschließlich Tee und (kohlensäurearmes) Wasser.
  • Auch die Schrothkur gilt als Fastenkur. Hier wechseln sich Trinktage und so genannte Trockentage ab.

Ein gesunder Mensch kann selbständig kurzfristig heilfasten. Längere Perioden sollten besser medizinisch überwacht werden.

Bei bestimmten Personengruppen muss jedenfalls individuell abgeklärt sein ob und in welcher Form (ein modifiziertes) Fasten möglich und sinnvoll ist:

  • Schwangere und stillende Frauen
  • Menschen mit Blutungsneigung
  • Kinder
  • Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion
  • Menschen mit Durchblutungsstörungen des Gehirns
  • Typ-1-Diabetiker
  • Krebskranke
  • Menschen mit Essstörungen in der Vorgeschichte
  • Untergewichtige
  • Menschen mit psychischen Krankheiten

Hier eine modifizierte Form des Fastens, die den Körper mit ausreichend Eiweiss versorgt und somit den unerwünschten Muskelabbau verhindert:

Topfen Fasten:

Sie essen über den Tag verteilt 1 kg Magertopfen (Quark). Also z.B. um 8.00, um 12.00 um 16.00 und um 20.00 jeweils 250g.

Die Topfenspeise kann entweder süss zubereitet werden mit:

  • Erythriol als natürlicher, kalorienfreier Zuckeraustauschstoff
  • Zitronenschale
  • gemahlener Vanille
  • Zimt
  • Kakaopulver
  • löslichem Kaffee, …

oder pikant mit:

  • ein wenig Kristallsalz
  • frischen Garten- oder Wildkräutern:
    • Schnittlauch
    • Petersilie
    • Basilikum
    • Bärlauch
    • Brennessel
    • Giersch
    • Gundermann
    • Schafgarbe …
  • winzigen Gemüsewürfelchen
  • Knoblauch
  • Zwiebel …

Verrühren Sie die Topfenspeise mit wenig Wasser und den gewünschten Geschmackszutaten zu einer Creme oder mit entsprechend mehr Wasser im Mixer zu einem Shake.

Energiewert pro 100g Magertopfen (75 kcal):

  • 13,5g Eiweiss
  • 0,2 g Fett
  • 4g Kohlenhydrate

Um die Verdauung in Schwung zu halten mischen Sie ebenfalls 4 mal täglich einen TL Flohsamenschalenpulver in einem grossen Glas mit Wasser und trinken diese Mischung rasch, denn sie dickt jede Sekunde mehr ein. Dazu schluckweise noch ein grosses Glas Wasser oder Tee, damit der Quellvorgang sich im Magen fortsetzen kann.

Trinken Sie 2-3 Liter Wasser oder Tees pro Tag.

Abhängig von Ihrer Körperzusammensetzung und Ihrem Bewegungsverhalten brauchen Sie etwa 2000 kcal pro Tag um den Energiebedarf zu decken.

Bei dieser Variante muss der Körper gut 1000 kcal pro Tag aus den körpereigenen Fettdepots zuschiessen, um dem gerecht zu werden. Pro Woche sind das 7000 kcal – also ein Kilo reines Körperfett. Bei einer gesunden Stoffwechsellage ist jedoch mit einer höheren Gewichtsreduktion zu rechnen, da für die Verarbeitung von reinem Eiweiss mehr Energie benötigt, als zugeführt wird.

Vereinbaren Sie am besten bevor Sie starten einen kostenlosen Erstberatungstermin mit einer Bioelektrischen Impedanzanalyse zur Bestimmung Ihrer Körperzusammensetzung und individuellen Empfehlungen für ein genussvolles und gesundes Gelingen:

office@praxis-am-see.at

Auch wenn Sie keine klassische Fastenkur in Erwägung ziehen, bietet sich der Frühling vielleicht an, um den Stoffwechsel in Schwung zu bringen, z.B. mit einer Darm-, Leber- oder Nierenreinigungskur.

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