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Wasserkefir – prickelndes Probiotikum mit Schwips

Wasserkefir ist ein spritziges Erfrischungsgetränk ohne künstliche Aromen und Zusatzstoffe. Die Kefirkulturen (Japankristalle) sehen wie schimmernde kleine Bergkristalle aus und bestehen aus Hefen und Milchsäurebakterien. Diese sorgen für die natürliche Fermentation und Veredelung der Grundstoffe. Das süss bis herbe prickelnde Getränk erinnert an Federweissen oder Holundersekt. In der Natur findet man Kefirkristalle auf Opuntien, auf deren Oberfläche sie in einer Zuckerlösung gedeihen.

Dem Wasserkefir werden vielerlei heilende Wirkungen zugesprochen. Studien dazu sind rar und auch schwierig durchzuführen, denn es handelt sich nicht um eine standardisierbare Substanz – sondern um pures Leben: vielfältig und wandelbar. Feststeht, dass Wasserkefir ein Probiotikum ist und deren segensreiche Wirkung ist vielfach untersucht und bestätigt worden.

Heilwirkungen, für die der Wasserkefir bekannt ist, beruhen also auf Erfahrungsberichten:

  • Aufbau einer gesunden Darmflora (z.B. nach Antibiotika Einnahme)
  • Hautkrankheiten (innerlich und äußerlich), Akne, Rosacea, Psoriasis
  • Allergien
  • Reizdarmsyndrom
  • Migräne
  • Chronische Müdigkeit
  • Depressionen
  • ADHS
  • und viele weitere Krankheiten, die mit der Darmgesundheit zusammenhängen

Wasserkefir können Sie nicht im Laden kaufen. Aber Sie können ihn ganz leicht selbst herstellen.

Für den Ansatz wird Zucker und eine Stickstoffquelle benötigt. Der Zucker wird während der Fermentation vergoren und zu variabeln Anteilen von Milchsäure und Alkohol abgebaut. Der Alkoholgehalt kann je nach Ansetzdauer 0,2 bis 2% betragen. Bei eher kurzer Ansatzdauer verbleibt zudem ein Restzuckergehalt im Getränk, der beispielsweise von Diabetikern beachtet werden muss.

Die Kefirkristalle vermehren sich unter optimalen Bedingungen beachtlich und können sich binnen eines Ansatzes gut verdoppeln. Dazu benötigen sie das Calcium aus hartem Wasser oder ein wenig getrocknete pulverisierte Eierschale. Die Kristalle werden kaum den Durchmesser von 1 Zentimeter erreichen. Vorher werden sie vom Kohlendioxid, das in ihrem Innern bei der Gärung entsteht, gesprengt. Diese Bruchstücke wachsen und vermehren sich dann auf dieselbe Weise weiter.

Zitrone hemmt einerseits Schimmelpilze, und dient andererseits dem Geschmack. Wenn Sie Bitter Lemon mögen, verwenden Sie die Schale mit den Bitterstoffen mit. Ansonsten kann man auch frisch gepressten Zitronensaft verwenden.

Gelegentlich finden Sie im Handel – sündteures – Wasserkefirferment. Dieses ist jedoch weit kurzlebiger als die echte Kefirkultur und ist nach einigen Ansätzen verbraucht. Verwenden Sie also unbedingt eine lebende Kultur, freuen Sie sich am üppigen Wachstum und geben Sie Ihre Schätze weiter an Freunde und Bekannte.

Zubereitung von Wasserkefir:

Sie brauchen ein großes Schraubglas oder eine Glaskaraffe, die Sie mit Frischhaltefolie und einem Gummiring verschliessen können. Beides muss eine weite Öffnung haben, damit sie gut gereinigt werden können.

Verwenden Sie keine Küchenutensilien aus Metall, da diese der Kefirkultur schaden könnten!

Verrühren Sie einen Liter Wasser (am besten lauwarm) mit 80g Rohrohrzucker. Weisser Zucker ist wegen der fehlenden Mineralstoffe nicht gut geeignet. Sie können auch Vollzucker (getrockneter Zuckerrübensaft) oder Kokosblütenzucker verwenden. Erythriol oder Birkenzucker sowie Süssstoffe sind hingegen nicht geeignet. Ihre Kefirkultur würde schlichtweg verhungern. Auch Honig ist nicht empfehlenswert, da er durch seine keimtötende Wirkung der Kultur schaden würde. Von Zeit zu Zeit ein Schluck Ahornsirup oder Melasse zusätzlich zum Ansatz hingegen, belebt die Lebensgeister der Kefirkristalle.

Statt Wasser können Sie auch alle Sorten von Früchte-, Kräuter- oder Grün- und Schwarztee verwenden. Auch Säfte können Sie mit Kefirkristallen veredeln. Diese können Sie zur Hälfte mit dem Wasser-/Zuckergemisch verdünnen. Geeignet sind nicht nur pure Fruchsäfte sondern auch zuckerreiche Gemüsesäfte wie Karottensaft oder Rote Beete Saft.

Geben Sie ein paar Scheiben Zitrone hinzu oder wenn Sie den Bittergeschmack nicht so mögen, etwas Zitronensaft. Auch andere Zitrusfrüchte sind bestens geeigent, solange sie nur unbehandelt sind. Die Zugabe von Zitrone ist für den Fermentationsprozess aber nicht notwendig. Auch Gewürze wie frische Ingwerscheiben oder Vanillestangen machen sich gut in Kefir.

Ebenso entbehrlich sind die Trockenfrüchte, auf die Kefirfans schwören. Als Geschmackskomponente machen sich jedoch (unbehandelte!) Feigen, Aprikosen, Gojibeeren, Rosinen, Cranbeeries,… hervorragend. Abwechslungsweise können Sie auch frische Früchte verwenden: Apfelschnitze, Granatapfel oder sonnengereifte Beeren.

Auch auf frische Kräuter wie Zitronenmelisse, Indianernessel, Basilikum, Ananasminze, Zitronenverbene können Sie zurückgreifen, um neue Geschmacksvariationen zu komponieren. Schwelgen Sie in Ihrem Kräutergarten und lassen Sie sich inspirieren. Sehr gut machen sich auch Holunderblüten oder Ingwer in der Ansatzflüssigkeit.

Geben Sie zu der fertigen Zuckerlösung nun ca. 3 bis 6 gehäufte EL Kefirkristalle. Verschliessen Sie Ihr Gefäß und stellen Sie es bei ca. 20 bis 25° an einen warmen Ort. Der Ansatz sollte alsbald 1-2 Tage stürmisch gären. Danach sind so viele Bakterien im Getränk, dass Sie die Kristalle absieben und für einen neuen Ansatz verwenden können. Sie können den Kefir nun gut kühlen und gleich trinken oder auch für ein bis zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Wenn Sie den Restzuckergehalt noch weiter verringern wollen, lassen Sie den Wasserkefir nun für weitere 1-3 Tage in Flaschen abgefüllt reifen. Die Süsse wird nun mehr und mehr verschwinden und der Alkoholgehalt steigt.

Die überzähligen Kefirkristalle können Sie nun weitergeben oder auch in Smoothies oder Proteinshakes mixen. Auch vorsichtiges Trocknen ist möglich.

Trotz der Bedenken, dass ein geringer Restzuckergehalt verbleibt sowie ein variabler Anteil an Alkohol wird der Wasserkefir in der Volksheilkunde schon seit langer Zeit verwendet. Gönnen Sie sich jedenfalls den Spass, den die Zubereitung mit sich bringt, und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.

Bezugsquellen für Wasserkefir:

Falls Sie niemanden kennen, der gerade Wasserkefir Kristalle abgibt: Unter folgendem link finden Sie eine Datenbank mit privaten Kefirfans in Europa, die zum Teil auch verschicken.

www.kefir.at

 

Ein toller Online-Shop, der sich auf Kefir, Kombucha und Fermente spezialisiert hat ist Fairment. Dort gibt es auch schickes Zubehör oder hübsche Geschenksets.




Low Carb Joghurt Mousse mit Maiwipfel Sirup

Früher fehlte Maiwipfel Sirup in keiner Hausapotheke. Nicht nur in der Erkältungszeit war er ein Schatz. Auch zwischendurch wurde ab und zu ein Löffelchen vom köstlichen Sirup genascht.

Fichten und Tannen zeigen sich im Mai im Frühlingskleid. An den Enden der tiefgrünen Äste spriessen zarte hellgrüne Triebe – die Maiwipfel. Sie strotzen nur so vor Frühlingskraft mit einem beachtlichen Gehalt an ätherischen Ölen, Harzen, Tanninen und Vitamin C. Maiwipfel sind antiseptisch und schleimlösend und sind seit Jahrhunderten gegen Erkältungskranheiten im Gebrauch.

Maiwipfel

Maiwipfel Sirup ist wohltuend bei hartnäckigem Husten, Bronchitits, festsitzendem Schnupfen aber auch Asthma oder Keuchhusten. Man kann ihn löffelweise als Hustensaft einnehmen oder Kräutertee damit süssen. Getrocknet können die Triebspitzen als Tee aufgebrüht werden. Auch frisch als Gemüse kurz in Butter angeschwitzt oder in Smoothies sind sie eine ungewöhnliche saisonale Bereicherung für den Speiseplan. Mit dem kühlen Joghurt Mousse mit Maiwipfel Sirup können Sie Ihre Gäste überraschen.

Hier die Low Carb Variante dazu:

Rezept Maiwipfel Sirup:

Früher wurden Zucker und Maiwipfel lagenweise in eine grosses Glas geschichtet und für einige Woche auf eine sonnige Fensterbank gestellt. Für die Low Carb Variante habe ich Birkenzucker (Xylit) statt raffiniertem Rübenzucker verwendet, der praktischerweise ähnlich konservierend wirkt, aber bedeutend weniger Aufruhr im Blutzuckerspiegel verursacht. Zudem ist Xylit ein hervorragender Zahnschutz. Sie können es sogar – auf die nasse Zahnbürste gedrückt – zum Zähneputzen verwenden.

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 750g Birkenzucker (Xylit)
  • eine grosse Schüssel bis zu fingerlange junge Maiwipfel von Fichte oder Tanne
  • ev. etwas Zitronensäure
  • ev. ein paar Tropfen ätherisches Fichten- oder Tannennadelöl

Zubereitung:

Bringen Sie einen Liter Wasser mit 750g Birkenzucker in einem weiten Topf (am besten Emaille) zum Kochen. Aufwallen lassen und eine Minute köcheln. Lassen Sie diesen Sirup nun abkühlen, bis er lauwarm ist. Geben Sie eine grosse Schüssel Maiwipfel dazu. Umrühren. Und für ein bis zwei Tage stehen lassen. Die Maiwipfel verlieren dabei ihre frische grüne Farbe und wechseln zu hellbraun. Mit etwas Zitronensäure können Sie den Geschmack noch abrunden. Und ein paar Tropfen ätherisches Fichten- oder Tannennadelöl schmecken richtig nach Wald. Jetzt können Sie den Sirup absieben und in heiss gewaschene, mit Schnaps ausgespülte Flaschen füllen und kühl und dunkel lagern. So hält sich der Sirup viele Monate. (Eine gestern verkostete Flasche von 2013 ist nach vier Jahren waldhonigfarben und köstlich im Geschmack!)

In kleine Flaschen gefüllt ist Maiwipfel Sirup ein begehrtes Mitbringsel zu Einladungen oder eine persönliche Aufmerksamkeit bei Krankenbesuchen.

Maiwipfel Sirup

Ein Tipp noch zum Sammeln: Räumen Sie nicht ein ganzes kleines Bäumchen von seinen Triebspitzen leer, sondern nehmen Sie von mehreren großen Exemplaren jeweils ein paar pro Ast. Nutzen Sie den Waldspaziergang, um bewusst und achtsam die Kraft der Natur in sich aufzunehmen.

Rezept Joghurt Mousse:

Zutaten:

  • 400g – am besten selbst gemachtes – Joghurt
  • 150 ml Maiwipfel Sirup
  • 4 Blatt Gelatine oder die entsprechende Menge Gelatinepulver oder Agar Agar
  • 250 ml Sahne
  • Schale und Saft einer Biozitrone

Zubereitung:

Weichen Sie die Gelatineblätter in kaltem Wasser ein. Verrühren Sie das Joghurt mit dem Maiwipfel Sirup und Saft und Schale der Zitrone. Lösen Sie die ausgedrückte Gelatine vorsichtig mit wenigen Löffeln Wasser durch Erwärmen auf und rühren Sie dann löffelweise Joghurt ein. Kalt stellen.

Wenn die Masse zu gelieren beginnt die steif geschlagene Sahne unterheben, in Gläser füllen und einige Stunden (am besten über Nacht) gut durchkühlen lassen.

Als Garnitur eignen sich hervorragend ein Tupfer Preiselbeerkompott oder ein paar Brombeeren.

Bezugsquelle:

Birkenzucker finden Sie inzwischen in fast jedem Supermarkt. Achten Sie darauf, dass es sich nicht um chinesische Ware aus Mais handelt, sondern aus nordeuropäischen Wäldern stammt. Die Birke muss es nicht unbedingst sein, auch Buchen werden für „Birkenzucker“ verwendet. Bequem schicken lassen können Sie sich Xylit hier.




Low Carb Brownies – Schokolade zum Dahinschmelzen

Brownies sind saftige Blechkuchen mit Unmengen von geschmolzener Schokolade und Nüssen und ganz wenig Mehl. Blondies hingegen enthalten zwar Schokoladenstückchen, und braunen Zucker, bleiben aber wesentlich heller. Bekannt sind sie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, wo sie ihren Siegeszug als Dessert in Nordamerika begannen.

Typischerweise werden Brownies mit der Hand gegessen, oft mit einem Glas Milch. Lauwarm serviert passen sie zu einer Kugel Vanilleeis und Schlagsahne. Nicht nur in Amerika gehören sie inzwischen in jede übliche Lunchbox und sind sowohl in Restaurants wie auch Cafes beliebt.

Hier die Low Carb Variante, des üppigen Schokoladentraums:

Zutaten:

  • 200g gemahlende Mandeln
  • 100g Butter oder Kokosöl
  • 3 Eier
  • 5-8 EL Kakaopulver
  • Erythriol oder Xylit nach Geschmack zum Süssen
  • 3-4 EL Milch
  • 1 EL gemahlene Flohsamenschalen
  • 1/2 Weinsteinbackpulver oder 1 gehäufter TL Natron
  • 1 Prise Kristallsalz

Zubereitung:

Butter oder Kokosöl schmelzen lassen. Alle anderen Zutaten nach und nach zugeben und mit dem Handrührgerät zu einem glatten Rührteig vermengen. Den Teig in eine flache Form füllen (mit Backpapier auslegen) und auf der mittleren Schiene bei ca. 160° Heissluft (180° Ober- und Unterhitze) backen. Die Backzeit richtet sich nach der Größe der Kuchenform. Je dicker der Teig, desto länger die Backzeit.

Die Brownies dürfen ruhig noch schön saftig sein. Nach dem Backen etwas überkühlen lassen und dann in – klassischerweise Rechtecke – schneiden. Das erste Stück schmeckt noch lauwarm am besten. Aber auch gut gekühlt mit Schlagsahne ein Genuss.




Biskuit Roulade mit Erdbeeren und Mascarpone Creme

Nur drei Zutaten brauchen Sie für das luftige, leichte low carb Biskuit. Es entsteht aus dem Grundrezept für Wolkenbrot, dessen Varationsmöglichkeiten vielfältig sind: Sowohl als Beilage für sich selbst stehend, als auch süß oder würzig-pikant.

Hier eine süsse Variante für eine flaumige Biskuit Roulade:

Zutaten für das Biskuit:

  • 2 Eier
  • 2 EL Frischkäse (oder Topfen)
  • 1/TL Natron
  • 1 Prise Himalayasalz
  • Erythriol oder Xylit nach Geschmack

Zutaten für die Füllung:

  • 1 Ei
  • Erythriol oder Xylit nach Geschmack
  • 250g Mascarpone
  • 250g Erdbeeren (oder andere Beeren)

Zubereitung:

Eigelb und Eiweiss trennen. Letzteres mit Erythriol oder Xylit sehr steif schlagen. Eigelb und Frischkäse (oder Topfen) mit Natron und einer Prise Salz gut verrühren. Steif geschlagenes Eiweiss vorsichtig untermengen.

Streichen Sie nun mit dem Löffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech Kreise in der gewünschten Größe. Gebacken wird bei etwa 150° Heissluft je nach Größe und Dicke des Teiges ca. 10-15 Minuten. Sie können aber auch eine klassische Roulade backen, und den Low Carb Biskuit Teig als grosses Rechteck auf ein Backpapier streichen.

Stürzen Sie den Teig nach dem Backen auf ein weiteres Backpapier und lösen Sie ihn von ersterem ab.

Für die Creme rühren Sie ein Ei mit Erythriol oder Xylit nach Geschmack schaumig und fügen den Mascarpone hinzu. Erdbeeren in Stückchen schneiden und unter die Creme heben. Entweder zwei Kreise damit füllen oder das Rechteck mit Creme bestreichen und mit Hilfe des Backpapiers einrollen. In Scheiben schneiden und mit frischen Erdbeeren garnieren.

Sollte es noch keine frischen Erdbeeren geben, eignet sich auch der Beerenvorrat aus der Tiefkühltruhe hervorragend: Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, rote Johannisbeeren enthalten allesamt wenig Kohlenhydrate und ganz viel Geschmack.

Statt der Mascarpone Creme können Sie natürlich auch Ihre Lieblingsfülle auf der Basis von Topfen, Creme Fraiche und/oder Sahne verwenden. Für eine schokoladige Roulade geben Sie einen TL Kakao zum Biskuit Teig. Das passt besonders gut zu Sauerkirsch Cremes.




Gesunder Brotaufstrich: Fruchtige Chia Marmelade

Nachdem das Rezept für das fluffige, weisse Low Carb Toastbrot so gut angekommen ist, sind viele ins Schwärmen gekommen. Als Gurkensandwich OK – aber eine süsse Beerenmarmelade wäre natürlich traumhaft. Meine Johannisbeerhecke ist schon in Frühlingsstimmung, die Himbeeren treiben neue Ruten und die letzten tiefgekühlten Beerenvorräte wollen verkostet werden. Hier also ein fruchtiges Rezept für Chia Marmelade.

Zutaten:

  • 250g tiefgekühlte Beeren (Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Brombeeren…)
  • ca. 1 gehäufter EL Chia Samen
  • Erythriol oder Xylit nach Geschmack zum Süssen

Zubereitung:

Bei der Zubereitung von Chia Marmelade gibt es zwei Alternativen:

Als Rohkost lässt man die Beeren antauen und zerdrückt oder püriert sie. Xylit oder Erythriol nach Geschmack zufügen und verrühren bis sich die Kristalle gelöst haben. Auch Flüssigsüsstoff wäre geeignet, denn hier geht es nicht ums Konservieren, sondern nur um die Süsse. Nun die Chia Samen unterrühren und mindestens eine halbe Stunde quellen lassen. Die Rohkostmarmelade sollte am besten am selben Tag noch verzehrt werden.

Etwas länger hält sich die Chia Marmelade, wenn man das Fruchtpüree mit den Süssungsmitteln einmal kurz aufkochen lässt. Vor dem Zugeben der Chia Samen etwas abkühlen lassen auf etwa „lauwarm“. Dann ebenfalls wenigstens eine halbe Stunde quellen lassen, bis die Marmelade die gewünschte Konsistenz hat.

Hier muss man ein wenig experimentieren, denn jede Beerensorte ist unterschiedlich saftig und braucht vielleicht ein wenig mehr oder auch weniger Chia Samen um zu gelieren.

Chia Marmelade Beeren

Selbstverständlich lassen sich auf diese Weise auch andere frische Früchte der Saison zu kernigen Marmeladen und köstlichen Konfitüren verarbeiten. Die Erdbeerzeit ist nicht mehr weit, aber auch Kiwis passen prächtig zu den kleinen schwarzen Körnchen. Auch direkt gepresste Säfte wie Sanddornsaft, Acerolasaft oder Aroniabeerensaft lassen sich auf diese Weise zu leckeren, vitaminreichen Brotaufstrichen verarbeiten. Verwenden Sie hierfür auf eine Mokkatasse Chia Samen die fünf- bis sechsfache Menge Fruchtsaft.

Chia Marmelade Holunder

Machen Sie sich keine Sorgen um die Haltbarkeit – das kleine Gläschen ist schneller weg als man denkt. Sie können auf diese einfache Weise Zwergenportionen jeweils frisch herstellen. Und auch in selbstgemachtem Low Carb Joghurt oder Topfencremes macht sich die Chia Marmelade gut.

Wenn Sie nun ins Schwärmen für Low Carb Marmelade gekommen sind, probieren Sie vielleicht auch einmal die Apfelkonfitüre.




Cremiger, veganer Low Carb Milchreis aus der Konjakwurzel

In Asien ist die Teufelzungenwurzel (Konjak) schon seit langem Bestandteil von gesunden Lebensmitteln. Sie macht langanhaltend satt, enthält kaum Kalorien und beugt Heisshungerattacken vor. Zudem wird nicht nur Wasser aufgenommen, sondern auch Fett aus anderen Nahrungsmitteln, das unverdaut ausgeschieden wird. Cholesterin- und Blutfettspiegel werden gesenkt. Blutzuckerschwankungen werden gemindert. Insulinresistenzen kann vorgebeugt werden. Die Verdauung wird reguliert. Durch die probiotische Wirkung werden Darmflora und Darmschleimhaut gepflegt. Das Immunsystem wird gestärkt und es gibt Hinweise darauf, dass die Teufelszungenwurzel Krebs vorbeugen kann.

Sogar in Kosmetika wird Konjakwurzelextrakt inzwischen verwendet, nämlich seiner hydrierenden Wirkung wegen.

Konjak-Reis (Shirataki-Reis) ist basisch, glutenfrei, fettfrei und nahezu kohlenhydratfrei. Er ist blitzschnell zubereitet und schlägt sich gerademal mit etwa 10 kcal pro 100g zu Buche.

Konjak-Reis ist geschmacksneutral und kann sowohl pikanten Gerichten als Beilage gereicht werden, als auch zu süssen, schlanken Leckereien verarbeitet werden. Wenn Sie die Vielfältigkeit von Konjak entdeckt haben, werden Sie Ihn nicht mehr vermissen wollen, als gesundheitlich wertvolle Alternative zu den Kohlenhydratbomben Reis & Nudeln.

Konjak Produkte bekommen Sie traditionell vor allem in Asia-Läden. Vereinzelt sind sie nun auch in Supermärkten zu finden. Meiner Erfahrung nach zu stolzen Preisen und fragwürdiger Qualität. Sollten Sie keinen Asia-Laden in Ihrer Nähe haben, bestellen Sie einfach über Online-Versand (Link-Empfehlungen wie immer im Rezept).

Hier das raffinierte schnelle Rezept für köstlichen, cremigen Milchreis:

Zutaten:

400g Konjak Reis (Abtropfgewicht)
300 ml ungesüßte Mandelmilch
1 TL Johannisbrotkernmehl oder ersatzweise Guarkernmehl
½ TL gemahlene Vanilleschoten
1 Prise Zimt, gemahlen
1 Prise getrockneter Ingwer, gemahlen
1 Prise Kardamom, gemahlen
geriebene Schale einer Bioorange
1 Prise Salz
Erythriol oder Xylit zum Süssen nach Geschmack

Zubereitung:

Quirlen Sie das Johannisbrotkernmehl, die Gewürze und das Salz mit einem Schneebesen in die Mandelmilch ein und bringen Sie die Flüssigkeit unter ständigem Umrühren zum Kochen. Einmal Aufwallen lassen und dann den abgetropften, mit klarem Wasser gespülten Konjak-Reis zugeben. Der typische Konjakgeruch, der beim Öffnen der Packung wahrnehmbar ist, verschwindet beim Spülen vollständig. Etwa eine Minute auf kleiner Flamme köcheln lassen. Den Milchreis nach Geschmack süssen und zum Servieren mit frisch geriebener Orangenschale bestreuen.

Für schokoladige Varianten nehmen Sie nur Vanille als Geschmackszutat und pudern etwas Kakaopulver über den Milchreis oder lassen ein Stückchen dunkle Schokolade schmelzen.




Fluffiges Low Carb Toastbrot für Gurkensandwiches

Die luftig leichte helle Alternative zu Getreide Toastbrot: Satt Eiweiss und kaum Kohlenhydrate! Blitzschnell zusammengerührt und flugs gebacken.

Zutaten:

  • 200g Molkenproteinpulver natur (Whey)
  • 300g Frischkäse
  • 80 ml Olivenöl (oder flüssige Butter)
  • 4 Eier
  • 1/2 TL Kristallsalz oder Meersalz
  • 1 Backpulver (oder 3 TL Natron)
  • ev. etwas Milch oder Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten mit den Quirlen des Handmixers zu einem glatten Teig rühren (Von der Konsistenz her etwa wie ein Rührteig für Marmorkuchen). Bei Bedarf etwas Milch oder Wasser zugeben.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten! Backofen bei 175° Ober- und Unterhitze ca. 40 Minuten backen. Eventuell zwischendurch abdecken, damit das Toastbrot nicht zu dunkel aber trotzdem gar wird. Stäbchenprobe machen, ob der Teig noch kleben bleibt und gegebenenfalls die Backzeit anpassen.

Stürzen, auskühlen lassen und servieren!

Mit Olivenöl hat das Toastbrot deutlichen Ciabatta-Charakter. Variieren Sie mit getrockneten Tomaten- oder Olivenstückchen oder italienischen Gewürzen im Teig. Wenn Sie das Olivenöl durch Butter ersetzen, wird es deutlich milder. Wenn Sie eine süßliche Note mögen, können Sie etwas Erythriol oder Xylit zugeben.

Toll schmeckt das herrlich weisse, supersofte Toastbrot auch zur Tea Time als Gurkensandwich.

Zutaten:

  • Low Carb Toastbrot
  • 1 Salatgurke
  • Butter zum Bestreichen
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Schneiden Sie das Toastbrot etwa 3/4 cm dicke Scheiben und entfernen Sie die milimeterdünne dunkle Rinde. Klassiche bestreichen Sie die Schnitte nun mit gesalzener oder ungesalzener Butter und belegen mit geschälter, gehobelter Gurke. Salzen und pfeffern. Eine weitere Scheibe als Deckel auflegen. Besonders hübsch sind die Gurkensandwichs wenn Sie sie diagonal durchschneiden.

Als Aufstrich eignet sich auch gut Frischkäse, selbstgemachte Blitzmayonnaise oder Topfen. Schneiden Sie etwas frische Kresse vom Beet, die gut mit der Gurke harmoniert. Oder verwenden Sie ihre selbstgezogenen Lieblingssprossen, um die Sandwichs aufzupeppen. Auch frische Schnittlauchröllchen oder ein paar Zweige Dill sind eine gute Ergänzung. Ein paar Tropfen Zitronensaft und ein paar Streifen Zitronenschale geben eine besondere Note.




Schüttelpizza – Low Carb im Handumdrehen

Ein neues Low Carb Blitzrezept – rasch zubereitet, unkompliziert und durchaus eine Alternative zur klassischen Kohlenhydratbombe: Schüttelpizza!

Zutaten:

  • 200g Hüttenkäse
  • 125g Mozarella
  • 150g Schinken
  • 3 Eier
  • 25g Haferkleie (oder fein geriebene Mandeln oder 10g gemahlene Flohsamenschalen)
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • eine Handvoll Champignons
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL getrocknete Tomaten
  • ein paar schwarze Oliven
  • 15 ml Olivenöl
  • Pizzagewürze (Oregano, Basilikum, Salbei, Rosmarin, Thymian, Knoblauch, …)
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Mozarella, Zwiebel und Tomaten kleinwürfeln, Schinken in Fleckerl, Champignons in feine Blättchen, Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel mit Deckel geben. Kräftig durchschütteln.

Wesentlich besser gelingt der Teig allerdings, wenn Sie ihn mit einem Handrührgerät oder mit der Küchenmaschine mischen.

Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus, verteilen Sie einige Tropfen Olivenöl darauf und geben Sie die Schüttelpizza Mischung aufs Blech. Glattstreichen und bei 175° Heissluft oder 185° Ober- und Unterhitze ca. eine halbe Stunde backen. In Stücke teilen und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Dazu passt ein bunt gemischter Salat der Saison mit Olivenöl und rotem Weinessig.

Variieren Sie die Zutaten nach Lust und Laune: Salami statt Schinken, Paprika in allen Farben, Auberginen, Zucchini, Sardellen, Kapern, Knoblauch, Pfefferoni, Shrimps, Muscheln (ohne Schale), … Was immer Sie von Ihrem Lieblingsitaliener kennen.




Zitronenwasser – gesunde Gewohnheiten ins Leben bringen

Ein konsequent gesundes Leben kann ganz schön anstrengend sein: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Zeiten für Enspannung und guten Schlaf, eine lebensfördernde Umgebung, Psychohygiene,…

Überfordern Sie sich nicht, besonders in Momenten, in denen Sie hochmotivert mal wieder einen Anlauf nehmen und vieles umstellen wollen wie z.B. in der Fastenzeit. Bauen Sie lieber Schritt für Schritt machbare gesunde Gewohnheiten ins Leben ein, von denen Sie eigentlich der Meinung sind, dass sie lächerlich klein sind. Aber genau das ist der Trick: Bleiben Sie mindestens 100 Tage bei so einer gar nicht anstrengenden neuen gesunden Verhaltensweise, haben Sie beste Chancen, dass sie sich bis dahin automatisiert hat und Sie gar nicht mehr darüber nachdenken müssen. Im Gegenteil, es könnte auch sein, dass Sie Ihnen dann sogar fehlt, wenn Sie einmal darauf vergessen oder sie ausfallen lassen müssen. Bauen Sie dann alle paar Tage eine neue kleine gesunde Gewohnheit ins Leben ein.

So eine einfache Maßnahme, die eine gesunde Gewohnheit werden könnte, ist das Trinken von Zitronenwasser. Das tägliche Glas Zitronenwasser ist im Handumdrehen zubereitet und schon in kurzer Zeit werden Sie die Wirkung auf Ihr Wohlbefinden spüren.

12 Gründe, warum man täglich Zitronenwasser trinken sollte:

1. Zitronenwasser hydriert

Es versorgt den Körper mit lebenswichtiger Flüssigkeit, die zudem mit einer hervorragend bioverfügbaren Mineralstoff- und Vitaminmischung aus der Zitrone angereichert ist. Durch den köstlichen Geschmack wird man zudem verführt, mehr zu trinken, als man bei purem Wasser tun würde.

2. Zitronenwasser fördert die Verdauung

Die Säure der Zitrone hilft bei der Proteinverdauung und fördert die Gallenproduktion: Die Fettverbrennung wird angekurbelt, Verdauungsproblemen wie Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung wird vorgebeugt.

3. Zitronenwasser ist gut fürs Immunsystem

Reich an Vitamin C sind Zitronen antibakteriell, antioxidativ und entzündungshemmend – allesamt wichtige Eigenschaften, die das Immunsystem stärken. Vitamin C ist zudem unentbehrlich für die Verwertung von Eisen im Körper – ein weiterer wichtiger Stoff für unsere Abwehrkräfte. Zitronen können sogar zur Desinfektion von belastetem Wasser verwendet werden. Bereits eine 2%ige Verdünnung kann binnen 30 Minuten die im Wasser befindlichen Choleraerreger abtöten.

4. Zitronenwasser ist effizient bei der Nierenreinigung

Die Citrate der Zitrone sind dafür bekannt, dass sie Nierensteine auflösen und einer neuerlichen Nierensteinbildung vorbeugen können. Mehr zum Thema ganzheitliche Nierenreinigung finden Sie hier.

5. Zitronenwasser schützt die Gelenke

Harnsäurekristalle lagern sich nicht nur in Form von Nierensteinen ab, sie tun dies auch in den Gelenken und machen sich so als Gicht bemerkbar. Zitronenwasser löst Harnsäurekristalle auf, bevor diese überhaupt in den Gelenken eingelagert werden.

6. Zitronenwasser entgiftet

Zitronenwasser fördert die Ausscheidung von Urin und hilft damit der Ausscheidung von Schad- und Giftstoffen. Dieser Effekt tritt bereits bei einem täglichen Glas Zitronensaft ein. Wesentlich intensiver ist jedoch eine Zitronensaft Kur, die man von Zeit zu Zeit in Erwägung ziehen sollte.

7. Zitronenwasser entsäuert

Es schmeckt zwar sauer, wirkt im Körper aber basisch. Die Fruchtsäuren werden schnell zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut – es verbleiben die basisch wirkenden Mineralien.

8. Zitronenwasser macht schlank

Die oben beschriebenen entwässernden, verdauungsfördernden und entgiftenden Effekte machen Zitronenwasser zu einem unentbehrlichen Bestandteil jedes Abnehmprogrammes. Verwenden Sie unbedingt auch die Zitronenschale mit, die Polyphenole enthält. Diese aktivieren die Gene, die den Fettabbau fördern.

9. Zitronensaft heilt die Schleimhäute

Obwohl man meinen könnte, dass die Fruchtsäuren der Zitrone eher aggressiv wirken, ist genau das Gegenteil der Fall. Eine Zitronensaftkur vermag sogar Magengeschwüre zu heilen. Auch allergisch bedingte Entzündungen von Nasenschleimhaut und Bindehaut klingen leichter und schneller ab, wenn man regelmäßig Zitronensaft trinkt.

10. Zitronenwasser macht schön

Zitronenwasser kann bestens zur Hautpflege verwendet werden. Etwa als antibakterielles Gesichtswasser, das zudem das Bindegewebe strafft, vor freien Radikalen schützt und so die Hautalterung verzögert. Getrunken erfrischt es den Atem und trägt zur Mundgesundheit bei. Achtung – bei Zahnschmelzschäden kann besonders unverdünnter Zitronensaft die angegriffenen Zähne weiter belasten. Geben Sie zum Zitronenwasser deshalb eine gute Messerspitze Natron oder nehmen Sie sie nach dem Trinken in den Mund und spülen Sie mit einem Glas Wasser nach.

11. Zitronenwasser verbessert die Gehirnleistung

Der hohe Magnesium- und Kaliumgehalt der Zitrone ist Balsam für die Nerven. Es hilft Stress gelassener zu überstehen, hebt die Stimmung, sorgt für einen Energiekick sowie mehr Klarheit und Konzentration. Damit wird es für Schüler und Studenten zum idealen Getränk, aber auch für Kopfarbeiter, Autofahrer, Leute mit stressigen Jobs.

12. Zitronenwasser verfügt über krebshemmende Eigenschaften

Krebszellen brauchen zum Wachsen eine saure Umgebung. Der basische Effekt im Körper kann Krebszellen daran hindern zu wachsen. Auch vorbeugend sorgt man so für ein Millieu, das das Erkrankungsrisiko von vorneherein bereits reduziert.

Sind das nicht 12 triftige Gründe für ein morgendliches Glas Zitronenwasser?

Zitronenwasser Karaffe

Hier das Rezept:

Sie brauchen unbehandelte (am besten Bio-Zitronen) und eine Zitronenpresse und einen Zestenreisser. Wenn Sie Ihr Zitronenwasser gesüsst trinken möchten, tun Sie das am besten mit einem zuckerfreien Süssstoff wie Erythriol oder Xylit.

Waschen und trocknen Sie die Zitrone gründlich. Reissen Sie mit dem Zestenreisser (mühelos und perfekt) die dünne gelbe Schale der Frucht in feine Streifen. Wenn Sie keinen Zestenreisser haben, können Sie die Zitrone auch dünn mit einem scharfen Messer schälen und dann in Streifen schneiden.

Halbieren Sie die Zitrone und pressen Sie den Saft aus. Verdünnen Sie nun in einem Glaskrug mit Wasser (ca. 1/4 bis 1/2 Liter) und süssen Sie nach Geschmack. Sie können entweder gekühltes aber auch warmes – aber nicht heisses – Wasser verwenden, wenn Ihnen das besser schmeckt. Geben Sie die Schalenstreifen in den Krug und lassen Sie sie mitziehen. So wird der zitronige Geschmack besonders intensiv.

Waschen Sie die Hände anschliessend nur vorsichtig mit kaltem Wasser ab, dann bleiben die ätherischen Öle auf der Haut. Mit einem Tropfen Olivenöl eine wunderbar duftende und weichmachende Handcreme.

Morgens wäre natürlich der beste Zeitpunkt für Ihr Zitronenwasser, weil der Körper noch mit Entgiften beschäftigt ist. Sie können aber auch eine andere Tageszeit wählen oder Ihr Getränk über den Tag verteilt zu sich nehmen.

Literatur:




Bärlauch Suppe für frühlingshafte Bärenkräfte

Die Frühlingssonne lockt schon bald den ersten Bärlauch aus dem Waldboden. Das aromatische, zart nach Knoblauch duftende Wildkraut erfreut sich ungebrochener Popularität. Immer mehr Menschen zieht es in den Wald, um das köstliche Lauchgewächs selbst zu sammeln.

Bärlauch war schon bei den Römern, Kelten und Germanen bekannt. Letztere waren auch davon überzeugt, dass der Bär – als Sinnbild für das erwachende Leben im Frühling – der Pflanze seine Kraft und Fruchtbarkeit verdankt.

Gesundheitlich fördert er tatsächlich Bärenkräfte zutage. Frischer Bärlauch ist reich an Vitamin C, ätherischen Ölen, Magnesium und Eisen. Er wirkt gegen Blähungen, Krämpfe und Gärprozesse im Darm und stärkt das Immunsystem. Er ist appetitanregend, cholesterinsenkend, antibiotisch, erweitert die Gefäße und regt den Gallenfluß an.

Bärlauch wächst gerne in schattigen, nährstoffreichen Wäldern und Parks. Erntezeit ist vom Erscheinen der ersten zarten Blättchen Mitte März bis zum Aufbrechen der Blütenknospen. Danach wird der Geschmack eher streng.

junge Bärlauch Blätter
die ersten zarten Bärlauch Blätter

Immer wieder hört man von Verwechslungen mit dem giftigen Maiglöckchen, das ähnliche Blätter hat. Der deutlichste Unterschied: Die weichen,  gelbgrünen Blätter des Bärlauchs riechen und schmecken typisch nach Knoblauch; die stärkeren, eher blassgrünen Blätter des Maiglöckchens hingegen nicht.

Maiglöckchen
das ungeniessbare Maiglöckchen

Wer sich in der Bestimmung nicht sicher ist, erfährt Wissenswertes rund um essbare Kräuter aus dem Frühlingswald bei einer Kräuterwanderung mit Wildkräuter-Wanderführerin Gabriele Kofler. Sie können die kleinen Zwiebelchen auch im Garten (unter Bäumen oder Sträuchern) selbst anbauen und einen Vorrat davon einfrieren.

Hier ein köstliches Rezept für eine gehaltvolle Bärlauch Frühlingssuppe:

Zutaten:
  • 1 Zwiebel
  • 1 mehlige Karoffel
  • 1 EL Butter oder Olivenöl
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Kristallsalz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • eine Prise Muskatnuss
  • 1 Becher Creme fraiche
Zubereitung:

Die Zwiebel kleinwürfeln und goldbraun rösten. Mit Gemüsebrühe aufgiessen und aufkochen lassen. Die Karoffel reiben oder sehr klein schneiden und in der Suppe weich kochen. Feinnudelig geschnittenen Bärlauch dazugeben, einmal aufwallen lassen und kurz gar ziehen lassen.

Die Suppe mit einem Mixstab pürieren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Creme fraiche kann entweder untergemixt werden oder als Nockerl im Suppenteller eingelegt werden.

Bärlauch Suppe