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Heisse Schokolade mit Macawurzel

Maca wird in den obersten Höhenlagen der peruanischen Anden seit etwa 2000 Jahren angebaut und wird als Nahrungs- und Heilpflanze verwendet. Die Pflanze ist extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt: starke Temperaturschwankungen, kräftige Winde und intensive UV-Strahlung durch die Höhenlage. Es handelt sich demnach um eine robuste Pflanze mit hoher Widerstandskraft.

Die Knollen schmecken moschusartig und werden gegessen – langsam gebacken oder nach dem Trocknen zu einem süssen, aromatischen Brei gekocht. Der Nährwert von getrockneten Maca Knollen ist hoch: 59g Kohlenhydrate, 13-16g Proteine, Faserstoffe, hochwertige Fettsäuren, Jod, Eisen, …

Die getrocknete Wurzel soll äußerst positiv für die körperliche Leistungsfähigkeit aber auch für die psychische Belastbarkeit sein. Berühmt berüchtigt ist jedenfalls der Effekt auf sexuelle Funktionsstörungen bei beiden Geschlechtern. Aus diesem Grund werden Nahrungsergängzungsmittel mit Maca seit einiger Zeit in Europa und Amerika als natürliches Potenzmittel vermarktet.

Studien aus Südamerika und den USA zeigen, dass Testpersonen von einer Steigerung der sexuellen Lust und Leistungsfähigkeit, einem gestärkten Immunsystem, besserer Stimmung und mehr Energie berichten.

Der peruanische Wissenschaftler Gustavo Gonzales gab Männern drei Monate lang Maca und untersuchte danach ihre Fruchtbarkeit. Bereits nach zwei Wochen konnte er eine durchschnittliche Verdoppelung der Spermienzahl feststellen. Es wurden mehr männliche Sexualhormone gebildet und die Probanden befanden, dass ihr sexuelles Verlangen deutlich zugenommen habe.

Chinesische Wissenschaftler veröffentlichten eine Studie, bei der Mäusen Maca verabreicht wurde. Das nicht nachzuahmende Ergebnis: die Testmäuse hatten binnen drei Stunden 47 bis 67 Orgasmen – die in der Kontrollgruppe „nur“ 16…

Der Ruf von Maca als Kraftspender und potenzsteigerndes Superfood reicht weit zurück. Als Fruchtbarkeitsmittel wurde es jahrhundertelang nicht nur für Menschen sondern auch für Tiere benutzt. Angeblich konsumierten die Inka Krieger Maca, um sich auf Schlachten vorzubereiten. Nachdem die Stadt eingenommen wurde, wurde der den Kriegern der Verzehr aber wieder verboten. Es darf spekuliert werden warum.

Heisse Schokolade mit Macawurzel

Hier das Rezept für Heisse Schokolade mit Macawurzel:

Zutaten:

Zubereitung:

Mandelmilch, Kakaopulver und Macapulver in einem Schnabeltopf vorsichtig auf Trinktemperatur erhitzen. Süssen Sie Ihre Heisse Schokolade mit Xylit oder Erythriol nach Geschmack.




Kurkuma Latte – goldene Milch aus dem Ayurveda

Kurkuma (Gelbwurz) wird in Südostasien seit tausenden Jahren als heilige Pflanze verehrt und sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als auch in der indischen Heilkunde, dem Ayurveda, verwendet. Die Erforschung der Heilwirkung in Europa ist mit wenigen Jahrzehnten noch sehr jung.

Kurkuma ist ein Ingwergewächs und ist damit mit Ingwer und Kardamom verwandt. Als Gewürz und Heilmittel dient der Wurzelstock.

Kurkuma Wurzeln

Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Cucurmin. Es wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und entgiftend. Schwermetalle werden aus dem Körper ausgeleitet, das Immunsystem stimuliert. Cucurmin hemmt den Knochenabbau, ist hilfreich bei Diabetes und Alzheimer und senkt den Cholesterinspiegel. Die beachtlichen 5-7% ätherische Öle steigern die Herztätigkeit, sind antimikrobiell, antineoplastisch (gegen Tumore) und antiarthritisch. Die enthaltene Kaffeesäure schützt vor Magenkrebs und krebserregenden Nitrosaminen. Ausgewählte Studien finden Sie hier.

Kurkuma als Heilmittel

Auch als Anti-Aging-Schönheitsmittel für Haut, Haare und Nägel ist Kurkuma beachtlich, und zwar innerlich wie äußerlich.

Für eine Peelingmaske verrühren Sie 1 EL Kurkuma mit 1 EL Honig, 1 EL Joghurt und 1 EL Hafermark. Dünn auftragen, 15 Minuten einwirken lassen und dann mit lauwarmem Wasser sanft abrubbeln und abspülen.

Cucurmin ist nur schwer wasserlöslich. D.h. die Bioverfügbarkeit steigt durch Erhitzen und Zugabe von Ölen.

Kurkuma Latte

Hier ein Grundrezept für eine wärmende, mollige Kurkuma Latte:

Zutaten:

200 ml Mandelmilch

1 TL Kurkumawurzel, gemahlen

Süsse nach Geschmack

eine Prise Pfeffer

Zubereitung:

Für die schnelle Variante erhitzen sie die Mandelmilch einfach auf Trinktemperatur und rühren das Kurkumapulver ein. Süssen Sie nach Geschmack und geben Sie eine Prise Pfeffer dazu, was die Heilwirkung des Kurkuma noch verstärkt.

Traditionell wird aus Kurkumapulver und Wasser eine Paste gekocht, die dann einige Tage im Kühlschrank haltbar ist. Für die Zubereitung wird dann 1 TL der Paste mit 200 ml (Pflanzen-)Milch aufgekocht und nach belieben gesüsst.

Variieren Sie Ihre Kurkuma Latte mit frischen Ingwerscheiben, die Sie im Getränk ziehen lassen oder mit etwas Vanillepulver und mit einem halben TL Zimt. Köstlich ist statt Mandelmilch auch Kokosmilch. Sehr gehaltvoll ist auch ein TL Kokosöl.




Kombucha – sagenumwobener Zaubertrank

Kombucha wird in Asien seit Jahrtausenden als vitalisierende Naturmedizin geschätzt. Sein komplexer Geschmack ist einzigartig und ist irgendwo zwischen herbem Tee und fruchtigem Apfelwein angesiedelt. Die Kombucha Mutter – eine Lebensgemeinschaft aus Bakterien und Hefen – sorgt dafür, dass Tee binnen einiger Tage zu einem unvergleichlichen Vitalgetränk fermentiert. Die geschätzten Inhaltsstoffe des Tees wie Gerbstoffe und Antioxidantien bleiben dabei erhalten, während weitere wie Enzyme, organische Säuren und Vitamine hinzukommen.

Über die Herkunft von Kombucha gehen die Meinungen auseinander. Es ist jedoch anzunehmen, dass er sich im Umfeld von teetrinkenden Völkern entwickelt hat. Etwa wie die Hefe, die in Form von Sauerteig in Gesellschaft von Brotessern und Biertrinkern entstand. Es handelt sich also nicht um ein populäres Modegetränk, sondern um einen uralten Powerdrink, von dem sich die Chinesen bereits vor 2000 Jahren die Unsterblichkeit erhofften.

Ob er nun Flügel verleiht oder einfach ein besonderer Genuss der Extraklasse ist – lebendigen Kombucha kann man ganz einfach selber machen. Das Supermarktgetränk hat damit übrigens gar nichts mehr zu tun, denn um die monatelange Lagerung, die Transporte und den standardisierten Geschmack erreichen zu können, muss die wertvolle Fermentierung abgebrochen werden. Vor Lebendigkeit platzende Flaschen und Getränke, die von mildem Süsssauer zu herbem Essig reifen sind einfach nicht als Massenware geeignet.

Bevor Sie loslegen brauchen Sie allerdings noch eine Kombucha Mutter, die wie auch Milch- und Wasserkefirpilze, bei guter Pflege wächst und sich vermehrt. Inzwischen gibt es einige Online Shops wie z.B. Fairment, die sich auf Kombucha und Kefir spezialisiert haben. Private Fans bieten beispielsweise über ebay an. Und auch bei mir gibts laufend Ableger, die sowohl für Ansätze mit Schwarz- und Grüntees, aber auch Hibiskustee geeignet sind (zum Abholen oder per Versand nach Österreich und Deutschland).

Kombucha

Bildnachweis: Mgarten at the English language Wikipedia

Hier zwei Grundrezepte:

Kombucha mit Schwarztee:

Sie brauchen:

  • 1 Kombucha Mutter mit mindestens 100 ml fertigem Kombucha als Ansatzflüssigkeit
  • 1 Liter Wasser
  • 5-10 Gramm Schwarztee (keine aromatisierten Sorten)
  • 90 – 100g Rohrohrzucker
  • ein großes Gurkenglas oder einen Rumtopf als Ansatzgefäß
  • ein luftdurchlässiges Abdecktuch (z.B. ein dünnes Stofftaschentuch)
  • ein Gummiringerl zum Befestigen des Abdecktuchs

So gehts:

Kochen Sie einen halben Liter Wasser auf, übergiessen Sie den Tee und lassen Sie ihn für 15 Minuten ziehen. Kein Scherz! Um die notwendigen Inhaltsstoffe herauszufiltern braucht es eine lange Ziehdauer. Sieben Sie den Tee ab und geben Sie einen weiteren halben Liter kaltes Wasser dazu. Dann sollte die Flüssigkeit sanft lauwarm sein. Rühren Sie den Rohrzucker ein und geben Sie die Ansatzflüssigkeit dazu. Nun kann die Kombucha Mutter ins vorbereitete Glas siedeln. Binden Sie mit Abdecktuch und Gummiringerl die Öffnung zu, sodass Luft dazu kommt aber keine unerwünschten Besucher wie z.B. Fruchtfliegen. Stellen Sie das Gefäß an einen warmen Ort ohne Sonneneinstrahlung. Dort können nun Bakterien und Hefen ihr Werk beginnen.

Wie auch die Kefirpilze mag Kombucha kein Metall. Achten Sie darauf, dass keine Schimmelpilze in der Nähe des Ansatzglases sind (wie z.B. Biomüll oder Topfpflanzen). Zigarettenrauch sollten Sie nicht nur sich selber, sondern auch dem Ansatz nicht zumuten.

Nach etwa ein bis zwei Wochen, je nach Temperatur, können Sie mit dem Probieren beginnen. Er wird von Tag zu Tag gehaltvoller. Nach ca. 5 Wochen haben Sie einen köstlichen Essig, der an Balsamico erinnert.

Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an das Göttergetränk. Beginnen Sie mit einem Stamperl ein- bis dreimal täglich und steigern Sie dann wenn Sie mögen.

Kombucha mit Grüntee und Honig:

  • 1 Liter Wasser
  • 60g Honig
  • ca. 5 Gramm grüner oder weisser Tee

Gehen Sie bei der Zubereitung wie oben beschrieben vor. Auch Grüntee muss so lange ziehen und wird ungewöhnlicherweise sprudelnd aufgegossen!

Diese Variante können Sie alternativ nach wenigen Tagen bereits in (Bügel-) Flaschen abfüllen und für eine Zweitfermentation bei Zimmertemperatur noch eine Woche stehen lassen. Dann gut kühlen und die Flaschen am besten draussen oder über der Badewanne öffnen. Sie können sehr stark sprudeln. Das hat diesem Rezept den Namen „Champagner des Kombucha“ eingebracht.

Kombucha Champagner

Bei der Zweitfermentation können Sie besondere Geschmacksnuancen kreieren: Zitronen-, Limetten- oder Orangenschalen, ein Zweig Melisse, Holunderblüten, eine Vanillestange, etwas Apfelsaft, Hibiskusblüten, Hagebutten,…

Produktempfehlungen


Kombucha Starterkultur



Milchkefir – das Getränk der Hundertjährigen

Milchkefir ist ein aromatisches cremiges Getränk aus fermentierter Milch mit natürlichen Hefen und Milchsäurebakterien. Sein Ursprung liegt vermutlich im Kaukasus oder in Tibet, wo er seit jeher zu den traditionellen Lebensmitteln zählt und dort als „Getränk der Hundertjährigen“ gilt.

Aber auch bei uns gibt es eine Fangemeinde, die sich um die Erhaltung und Verbreitung des besonders wertvollen, probiotischen Milchproduktes bemüht. Denn industriell hergestellter Kefir kann nicht mit dem langsam gereiften, hausgemachten verglichen werden. Produkte mit der Bezeichnung „Kefir mild“ enthalten praktisch keinen Alkohol, der eine unschöne Wölbung der Verpackung verursachen würde, dafür aber Laktose, die bei der Fermentierung eigentlich abgebaut werden sollte.

Probiotische Lebensmittel enthalten Mikroorganismen, die widerstandsfähig gegen Magensäuren und Verdauungsenzyme sind und so lebend bis in den Dickdarm gelangen. Dort unterstützen sie die Darmflora, die für den Stoffwechsel aber auch fürs Immunsystem verantwortlich sind. Probiotika können sich nicht dauerhaft im Darm ansiedeln, weshalb sie regelmäßig verzehrt werden müssen – beispielsweise durch das tägliche Quantum Milchkefir, das dass Wohlbefinden verbessern kann.

Daneben enthält Milchkefir auch Kalzium (für Nerven, Zähne und Knochen), Eisen (für Haut, Haare, Nägel, gute Laune und einen geruhsamen Schlaf), Jod, Magnesium, Vitamin A und D, sowie B-Vitamine (konzentrationsfördernd, gut fürs Herz und die Gefäße, für die Blutbildung, den Eiweissstoffwechsel,…). Das Eiweiss des Milchkefir ist eine ausgewogene Mischung von Aminosäuren, die für den Körper besonders gut verwertbar sind.

Milchkefir unterstützt so die Behandlung und Vorbeugung vieler Krankheiten und Beschwerden:

  • Angina pectoris
  • Appetitmangel und Magersucht
  • Arteriosklerose
  • Ausschläge und Ekzeme aller Art
  • Blutarmut
  • Brüchigen Fingernägel und trockene Haut
  • Chronischer Erschöpfung
  • Chronischer Vergiftung
  • Darminfektionen
  • Darmträgheit
  • Durchfallerkrankung
  • Dyspepsie (Verdauungsschwäche)
  • Eiweißunverträglichkeit
  • Gallenleiden
  • Gastritis
  • Gicht
  • Harnsteine
  • Harnwegsinfektionen
  • Hoher Blutdruck
  • Immunschwäche
  • Katarrhe der Atmungsorgane
  • Konzentrationsschwäche
  • Milchunverträglichkeit
  • Nierenleiden
  • Osteoporose
  • Sehstörungen
  • Sodbrennen …

Die Vermutung, dass Kefir lebensverlängernd wirkt geht auf die probiotische Schrift des russischen Bakteriologen und Nobelpreisträger Ilja Iljitsch Metschnikow zurück, der einen Zusammenhang des hohen Lebensalters von Rumänen und Bulgaren mit dem regelmäßigen Genuss von Sauermilchprodukten herstellte. Seitdem ist Milchkefir immer wieder auf seine gesundheitsfördernde Wirkung untersucht worden. Gesichtert ist, dass er pathogene Mikroorganismen unterdrücken kann: So werden beispielsweise Listerien binnen 24 Stunden zu 90% reduziert.

Die Herstellung von Milchkefir ist einfach: Man übergiesst etwa ein walnussgrosses Stück (oder mehrere kleine) der Kefirknolle mit Milch (Kuh-, Ziegen-, Schafsmilch). Das geht am besten in einem sauberen Schraubglas. Nach 48 Stunden in der Wärme (bei ca. 18 bis 23 Grad fühlt er sich besonders wohl) ist der Kefir praktisch laktosefrei. Wer laktoseintolerant ist oder sich gerade low carb ernährt, weiss das besonders zu schätzen.

Giessen Sie den Ansatz nun in ein Plastiksieb und schütteln sie den Kefir, der jetzt die Konsistenz von Joghurt hat, durch. Versprudeln, in Schraubgläser abfüllen und ab in den Kühlschrank damit. Dort sollte er 24 Stunden nachreifen und hält sich dann einige Tage. Der Kefirpilz wird nun mit kaltem Wasser geduscht und ist dann bereit für einen neuen Ansatz.

Achten Sie darauf, keine Metalle zu verwenden (Löffel, Kochtopf, Siebe), denn diese können dem kleinen blumenkohlartigen Gewächs schaden. Auch Sonnenlicht mag er nicht – deshalb am besten mit einem Küchentuch abdecken. Sauberkeit ist unerlässlich. Waschen Sie die Gefäße pingelig sauber und vermeiden sie Spülmittelreste (Auch Klarspülerreste aus der Spülmaschine können einen Ansatz ruinieren). Verwenden Sie auch immer dieselbe Milch (am besten Biomilch). Der Wechsel macht dem Kefirpilz auch oft zu schaffen.

Binnen zwei, drei Wochen wird der Kefirpilz etwa auf das Doppelte anwachsen – Zeit, ihn zu teilen und zu verschenken. Wenn eine zu grosse Knolle im Ansatz ist oder die Temperatur zu warm ist (über 25 Grad) kann der Kefir auch mal wässrig oder bröckelig sein. Verkleinern sie die Knolle und stellen sie ihn kühler, dann klappt es beim nächsten Mal wieder.

Geniessen Sie Ihren Kefir pur, mit frischen Kräutern (Knoblauch, Zwiebel, Minze), einer Prise Kreuzkümmel und Kristall- oder Meersalz. Auch für Salatdressings eignet er sich hervorragend.

Süsse Varianten entstehen wahlweise mit einem Schluck Sanddornsaft, Zitronensaft und -schale, etwas Melisse, ein paar Heidelbeeren oder Himbeeren und Süsse nach Wahl. Ein Spritzer Rosenwasser oder Orangenblütenwasser (in türkischen Geschäften erhältlich) erinnert an indisches Rosenlassi.

Falls Sie niemanden kennen, der gerade Milchkefir Pilze abgibt: Unter folgendem link finden Sie eine Datenbank mit privaten Kefirfans in Europa, die zum Teil auch verschicken.

www.kefir.at

 

Ein toller Online-Shop, der sich auf Kefir, Kombucha und Fermente spezialisiert hat ist Fairment. Dort gibt es auch schickes Zubehör oder hübsche Geschenksets.




Wasserkefir – prickelndes Probiotikum mit Schwips

Wasserkefir ist ein spritziges Erfrischungsgetränk ohne künstliche Aromen und Zusatzstoffe. Die Kefirkulturen (Japankristalle) sehen wie schimmernde kleine Bergkristalle aus und bestehen aus Hefen und Milchsäurebakterien. Diese sorgen für die natürliche Fermentation und Veredelung der Grundstoffe. Das süss bis herbe prickelnde Getränk erinnert an Federweissen oder Holundersekt. In der Natur findet man Kefirkristalle auf Opuntien, auf deren Oberfläche sie in einer Zuckerlösung gedeihen.

Dem Wasserkefir werden vielerlei heilende Wirkungen zugesprochen. Studien dazu sind rar und auch schwierig durchzuführen, denn es handelt sich nicht um eine standardisierbare Substanz – sondern um pures Leben: vielfältig und wandelbar. Feststeht, dass Wasserkefir ein Probiotikum ist und deren segensreiche Wirkung ist vielfach untersucht und bestätigt worden.

Heilwirkungen, für die der Wasserkefir bekannt ist, beruhen also auf Erfahrungsberichten:

  • Aufbau einer gesunden Darmflora (z.B. nach Antibiotika Einnahme)
  • Hautkrankheiten (innerlich und äußerlich), Akne, Rosacea, Psoriasis
  • Allergien
  • Reizdarmsyndrom
  • Migräne
  • Chronische Müdigkeit
  • Depressionen
  • ADHS
  • und viele weitere Krankheiten, die mit der Darmgesundheit zusammenhängen

Wasserkefir können Sie nicht im Laden kaufen. Aber Sie können ihn ganz leicht selbst herstellen.

Für den Ansatz wird Zucker und eine Stickstoffquelle benötigt. Der Zucker wird während der Fermentation vergoren und zu variabeln Anteilen von Milchsäure und Alkohol abgebaut. Der Alkoholgehalt kann je nach Ansetzdauer 0,2 bis 2% betragen. Bei eher kurzer Ansatzdauer verbleibt zudem ein Restzuckergehalt im Getränk, der beispielsweise von Diabetikern beachtet werden muss.

Die Kefirkristalle vermehren sich unter optimalen Bedingungen beachtlich und können sich binnen eines Ansatzes gut verdoppeln. Dazu benötigen sie das Calcium aus hartem Wasser oder ein wenig getrocknete pulverisierte Eierschale. Die Kristalle werden kaum den Durchmesser von 1 Zentimeter erreichen. Vorher werden sie vom Kohlendioxid, das in ihrem Innern bei der Gärung entsteht, gesprengt. Diese Bruchstücke wachsen und vermehren sich dann auf dieselbe Weise weiter.

Zitrone hemmt einerseits Schimmelpilze, und dient andererseits dem Geschmack. Wenn Sie Bitter Lemon mögen, verwenden Sie die Schale mit den Bitterstoffen mit. Ansonsten kann man auch frisch gepressten Zitronensaft verwenden.

Gelegentlich finden Sie im Handel – sündteures – Wasserkefirferment. Dieses ist jedoch weit kurzlebiger als die echte Kefirkultur und ist nach einigen Ansätzen verbraucht. Verwenden Sie also unbedingt eine lebende Kultur, freuen Sie sich am üppigen Wachstum und geben Sie Ihre Schätze weiter an Freunde und Bekannte.

Zubereitung von Wasserkefir:

Sie brauchen ein großes Schraubglas oder eine Glaskaraffe, die Sie mit Frischhaltefolie und einem Gummiring verschliessen können. Beides muss eine weite Öffnung haben, damit sie gut gereinigt werden können.

Verwenden Sie keine Küchenutensilien aus Metall, da diese der Kefirkultur schaden könnten!

Verrühren Sie einen Liter Wasser (am besten lauwarm) mit 80g Rohrohrzucker. Weisser Zucker ist wegen der fehlenden Mineralstoffe nicht gut geeignet. Sie können auch Vollzucker (getrockneter Zuckerrübensaft) oder Kokosblütenzucker verwenden. Erythriol oder Birkenzucker sowie Süssstoffe sind hingegen nicht geeignet. Ihre Kefirkultur würde schlichtweg verhungern. Auch Honig ist nicht empfehlenswert, da er durch seine keimtötende Wirkung der Kultur schaden würde. Von Zeit zu Zeit ein Schluck Ahornsirup oder Melasse zusätzlich zum Ansatz hingegen, belebt die Lebensgeister der Kefirkristalle.

Statt Wasser können Sie auch alle Sorten von Früchte-, Kräuter- oder Grün- und Schwarztee verwenden. Auch Säfte können Sie mit Kefirkristallen veredeln. Diese können Sie zur Hälfte mit dem Wasser-/Zuckergemisch verdünnen. Geeignet sind nicht nur pure Fruchsäfte sondern auch zuckerreiche Gemüsesäfte wie Karottensaft oder Rote Beete Saft.

Geben Sie ein paar Scheiben Zitrone hinzu oder wenn Sie den Bittergeschmack nicht so mögen, etwas Zitronensaft. Auch andere Zitrusfrüchte sind bestens geeigent, solange sie nur unbehandelt sind. Die Zugabe von Zitrone ist für den Fermentationsprozess aber nicht notwendig. Auch Gewürze wie frische Ingwerscheiben oder Vanillestangen machen sich gut in Kefir.

Ebenso entbehrlich sind die Trockenfrüchte, auf die Kefirfans schwören. Als Geschmackskomponente machen sich jedoch (unbehandelte!) Feigen, Aprikosen, Gojibeeren, Rosinen, Cranbeeries,… hervorragend. Abwechslungsweise können Sie auch frische Früchte verwenden: Apfelschnitze, Granatapfel oder sonnengereifte Beeren.

Auch auf frische Kräuter wie Zitronenmelisse, Indianernessel, Basilikum, Ananasminze, Zitronenverbene können Sie zurückgreifen, um neue Geschmacksvariationen zu komponieren. Schwelgen Sie in Ihrem Kräutergarten und lassen Sie sich inspirieren. Sehr gut machen sich auch Holunderblüten oder Ingwer in der Ansatzflüssigkeit.

Geben Sie zu der fertigen Zuckerlösung nun ca. 3 bis 6 gehäufte EL Kefirkristalle. Verschliessen Sie Ihr Gefäß und stellen Sie es bei ca. 20 bis 25° an einen warmen Ort. Der Ansatz sollte alsbald 1-2 Tage stürmisch gären. Danach sind so viele Bakterien im Getränk, dass Sie die Kristalle absieben und für einen neuen Ansatz verwenden können. Sie können den Kefir nun gut kühlen und gleich trinken oder auch für ein bis zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Wenn Sie den Restzuckergehalt noch weiter verringern wollen, lassen Sie den Wasserkefir nun für weitere 1-3 Tage in Flaschen abgefüllt reifen. Die Süsse wird nun mehr und mehr verschwinden und der Alkoholgehalt steigt.

Die überzähligen Kefirkristalle können Sie nun weitergeben oder auch in Smoothies oder Proteinshakes mixen. Auch vorsichtiges Trocknen ist möglich.

Trotz der Bedenken, dass ein geringer Restzuckergehalt verbleibt sowie ein variabler Anteil an Alkohol wird der Wasserkefir in der Volksheilkunde schon seit langer Zeit verwendet. Gönnen Sie sich jedenfalls den Spass, den die Zubereitung mit sich bringt, und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.

Bezugsquellen für Wasserkefir:

Falls Sie niemanden kennen, der gerade Wasserkefir Kristalle abgibt: Unter folgendem link finden Sie eine Datenbank mit privaten Kefirfans in Europa, die zum Teil auch verschicken.

www.kefir.at

 

Ein toller Online-Shop, der sich auf Kefir, Kombucha und Fermente spezialisiert hat ist Fairment. Dort gibt es auch schickes Zubehör oder hübsche Geschenksets.




Zitronenwasser – gesunde Gewohnheiten ins Leben bringen

Ein konsequent gesundes Leben kann ganz schön anstrengend sein: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Zeiten für Enspannung und guten Schlaf, eine lebensfördernde Umgebung, Psychohygiene,…

Überfordern Sie sich nicht, besonders in Momenten, in denen Sie hochmotivert mal wieder einen Anlauf nehmen und vieles umstellen wollen wie z.B. in der Fastenzeit. Bauen Sie lieber Schritt für Schritt machbare gesunde Gewohnheiten ins Leben ein, von denen Sie eigentlich der Meinung sind, dass sie lächerlich klein sind. Aber genau das ist der Trick: Bleiben Sie mindestens 100 Tage bei so einer gar nicht anstrengenden neuen gesunden Verhaltensweise, haben Sie beste Chancen, dass sie sich bis dahin automatisiert hat und Sie gar nicht mehr darüber nachdenken müssen. Im Gegenteil, es könnte auch sein, dass Sie Ihnen dann sogar fehlt, wenn Sie einmal darauf vergessen oder sie ausfallen lassen müssen. Bauen Sie dann alle paar Tage eine neue kleine gesunde Gewohnheit ins Leben ein.

So eine einfache Maßnahme, die eine gesunde Gewohnheit werden könnte, ist das Trinken von Zitronenwasser. Das tägliche Glas Zitronenwasser ist im Handumdrehen zubereitet und schon in kurzer Zeit werden Sie die Wirkung auf Ihr Wohlbefinden spüren.

12 Gründe, warum man täglich Zitronenwasser trinken sollte:

1. Zitronenwasser hydriert

Es versorgt den Körper mit lebenswichtiger Flüssigkeit, die zudem mit einer hervorragend bioverfügbaren Mineralstoff- und Vitaminmischung aus der Zitrone angereichert ist. Durch den köstlichen Geschmack wird man zudem verführt, mehr zu trinken, als man bei purem Wasser tun würde.

2. Zitronenwasser fördert die Verdauung

Die Säure der Zitrone hilft bei der Proteinverdauung und fördert die Gallenproduktion: Die Fettverbrennung wird angekurbelt, Verdauungsproblemen wie Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung wird vorgebeugt.

3. Zitronenwasser ist gut fürs Immunsystem

Reich an Vitamin C sind Zitronen antibakteriell, antioxidativ und entzündungshemmend – allesamt wichtige Eigenschaften, die das Immunsystem stärken. Vitamin C ist zudem unentbehrlich für die Verwertung von Eisen im Körper – ein weiterer wichtiger Stoff für unsere Abwehrkräfte. Zitronen können sogar zur Desinfektion von belastetem Wasser verwendet werden. Bereits eine 2%ige Verdünnung kann binnen 30 Minuten die im Wasser befindlichen Choleraerreger abtöten.

4. Zitronenwasser ist effizient bei der Nierenreinigung

Die Citrate der Zitrone sind dafür bekannt, dass sie Nierensteine auflösen und einer neuerlichen Nierensteinbildung vorbeugen können. Mehr zum Thema ganzheitliche Nierenreinigung finden Sie hier.

5. Zitronenwasser schützt die Gelenke

Harnsäurekristalle lagern sich nicht nur in Form von Nierensteinen ab, sie tun dies auch in den Gelenken und machen sich so als Gicht bemerkbar. Zitronenwasser löst Harnsäurekristalle auf, bevor diese überhaupt in den Gelenken eingelagert werden.

6. Zitronenwasser entgiftet

Zitronenwasser fördert die Ausscheidung von Urin und hilft damit der Ausscheidung von Schad- und Giftstoffen. Dieser Effekt tritt bereits bei einem täglichen Glas Zitronensaft ein. Wesentlich intensiver ist jedoch eine Zitronensaft Kur, die man von Zeit zu Zeit in Erwägung ziehen sollte.

7. Zitronenwasser entsäuert

Es schmeckt zwar sauer, wirkt im Körper aber basisch. Die Fruchtsäuren werden schnell zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut – es verbleiben die basisch wirkenden Mineralien.

8. Zitronenwasser macht schlank

Die oben beschriebenen entwässernden, verdauungsfördernden und entgiftenden Effekte machen Zitronenwasser zu einem unentbehrlichen Bestandteil jedes Abnehmprogrammes. Verwenden Sie unbedingt auch die Zitronenschale mit, die Polyphenole enthält. Diese aktivieren die Gene, die den Fettabbau fördern.

9. Zitronensaft heilt die Schleimhäute

Obwohl man meinen könnte, dass die Fruchtsäuren der Zitrone eher aggressiv wirken, ist genau das Gegenteil der Fall. Eine Zitronensaftkur vermag sogar Magengeschwüre zu heilen. Auch allergisch bedingte Entzündungen von Nasenschleimhaut und Bindehaut klingen leichter und schneller ab, wenn man regelmäßig Zitronensaft trinkt.

10. Zitronenwasser macht schön

Zitronenwasser kann bestens zur Hautpflege verwendet werden. Etwa als antibakterielles Gesichtswasser, das zudem das Bindegewebe strafft, vor freien Radikalen schützt und so die Hautalterung verzögert. Getrunken erfrischt es den Atem und trägt zur Mundgesundheit bei. Achtung – bei Zahnschmelzschäden kann besonders unverdünnter Zitronensaft die angegriffenen Zähne weiter belasten. Geben Sie zum Zitronenwasser deshalb eine gute Messerspitze Natron oder nehmen Sie sie nach dem Trinken in den Mund und spülen Sie mit einem Glas Wasser nach.

11. Zitronenwasser verbessert die Gehirnleistung

Der hohe Magnesium- und Kaliumgehalt der Zitrone ist Balsam für die Nerven. Es hilft Stress gelassener zu überstehen, hebt die Stimmung, sorgt für einen Energiekick sowie mehr Klarheit und Konzentration. Damit wird es für Schüler und Studenten zum idealen Getränk, aber auch für Kopfarbeiter, Autofahrer, Leute mit stressigen Jobs.

12. Zitronenwasser verfügt über krebshemmende Eigenschaften

Krebszellen brauchen zum Wachsen eine saure Umgebung. Der basische Effekt im Körper kann Krebszellen daran hindern zu wachsen. Auch vorbeugend sorgt man so für ein Millieu, das das Erkrankungsrisiko von vorneherein bereits reduziert.

Sind das nicht 12 triftige Gründe für ein morgendliches Glas Zitronenwasser?

Zitronenwasser Karaffe

Hier das Rezept:

Sie brauchen unbehandelte (am besten Bio-Zitronen) und eine Zitronenpresse und einen Zestenreisser. Wenn Sie Ihr Zitronenwasser gesüsst trinken möchten, tun Sie das am besten mit einem zuckerfreien Süssstoff wie Erythriol oder Xylit.

Waschen und trocknen Sie die Zitrone gründlich. Reissen Sie mit dem Zestenreisser (mühelos und perfekt) die dünne gelbe Schale der Frucht in feine Streifen. Wenn Sie keinen Zestenreisser haben, können Sie die Zitrone auch dünn mit einem scharfen Messer schälen und dann in Streifen schneiden.

Halbieren Sie die Zitrone und pressen Sie den Saft aus. Verdünnen Sie nun in einem Glaskrug mit Wasser (ca. 1/4 bis 1/2 Liter) und süssen Sie nach Geschmack. Sie können entweder gekühltes aber auch warmes – aber nicht heisses – Wasser verwenden, wenn Ihnen das besser schmeckt. Geben Sie die Schalenstreifen in den Krug und lassen Sie sie mitziehen. So wird der zitronige Geschmack besonders intensiv.

Waschen Sie die Hände anschliessend nur vorsichtig mit kaltem Wasser ab, dann bleiben die ätherischen Öle auf der Haut. Mit einem Tropfen Olivenöl eine wunderbar duftende und weichmachende Handcreme.

Morgens wäre natürlich der beste Zeitpunkt für Ihr Zitronenwasser, weil der Körper noch mit Entgiften beschäftigt ist. Sie können aber auch eine andere Tageszeit wählen oder Ihr Getränk über den Tag verteilt zu sich nehmen.

Literatur:




Basentrunk „Excelsior“ nach Are Waerland

Are Waerland wurde 1876 in Finnland geboren. Als Kind litt er unter Kopfschmerzen, schlechtem Gedächtnis, chronischen Magenproblemen und Verstopfung. Ein Studium der Philosophie brach er wegen seiner schlechten Gesundheit ab. Bei Medizinstudien in London versuchte er nicht zuletzt eine Therapie für seine eigenen Beschwerden zu finden. Er empfand Abhärtung wie kalt duschen und bei offenem Fenster schlafen als hilfreich. Inspiriert von Alexander Haig und Berichten über die angeblich gesunde Ernährungsweise der Hunza stellte Waerland seine Ernährung um und wurde (Lacto-)Vegetarier. Seine Symptome verschwanden, was er vor allem auf die Rohkost zurückführte.

Waerland stellte die Theorie auf, dass viele Krankheiten eine Folge „nicht artgemäßer Lebensgewohnheiten“ und vor allem falscher Ernährung seien. Diese führe zur Übersäuerung des Körpers und zur Besiedelung des Dickdarms mit Fäulnisbakterien, die für viele Krankheiten verantwortlich seien.

Ob nun die Waerland Empfehlungen ein Allheilmittel sind, sei dahingestellt. Sein Basentrunk ist jedenfalls ein mineralstoffreiches wohltuendes Getränk, nicht nur für kalte Tage.

Hier das Rezept:

Traditionelles Suppengemüse nach Wahl:

  • Karotten
  • gelbe Rüben
  • Sellerie
  • Wurzelpetersilie
  • Pastinaken
  • Zwiebel
  • Lauch

Basentrunk - Suppengemüse

Das Gemüse waschen, putzen und in grobe Stücke schneiden. In einem grossen Suppentopf mit Wasser zum Kochen bringen und 15 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann einige Stunden ziehen lassen. Mein Basentrunk steht die ganze kalte Jahreszeit über auf dem Holzherd in einem Emaillesuppentopf und köchelt stundenlang vor sich hin.

Ich gebe dem Kochwasser noch einen halben TL Natron zu, um die wertvollen Inhaltsstoffe noch besser aus dem Gemüse zu lösen und die basische Wirkung zu erhöhen.

Sie können auch Geschmackszutaten wie Liebstöckel, Lorbeerblatt oder Muskatnuss mitkochen. Chillischoten oder Ingwerscheiben durchwärmen herrlich von innen her.

Sie können das Gemüse absieben und den Basentrunk abgefüllt in Glasflaschen einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Trinken Sie jeweils eine große Tasse morgens, mittags und abends etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten. Im Sommer eher lauwarm, im Winter gerne heiss – ev. mit Schnittlauchröllchen oder gehackter Petersilie bestreut.

Salz brauchen Sie wegen des hohen Mineralstoffgehalts kaum. Wenn Sie möchten, geben Sie eine Prise Kristallsalz dazu.




Mandelmilch selbstgemacht – kompromisslos gesund

Mandelmilch wird immer häufiger als Alternative zu Kuhmilch ausprobiert – aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen. Schon eine kleine Handvoll Mandeln kann vor Diabetes schützen, den Cholesterinspiegel senken, die Knochen stärken, schlank machen, für einen gesunden Darm und ein gesundes Herz sorgen und den Körper mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgen. Das klingt nach einem Wunderdrink!

Mandelmilch wird aus eingeweichten Mandeln und Wasser hergestellt. Bei den gekauften Mandeldrinks macht der Mandelgehalt allerdings manchmal gerade mal zwei Prozent aus. Der Rest besteht aus Wasser, Zucker, Stabilisatoren, Emulgatoren. Der Heilwert bleibt bei der aufwändigen Verarbeitung weitgehend auf der Strecke.

Die Ökobilanz

Nun – es müssen keine Kühe gehalten werden – so ein rein pflanzliches Produkt ist doch sicher umweltverträglich hergestellt, oder? Zu bedenken ist, dass das Hauptanbaugebiet der Mandeln Kalifornien ist, eine Gegend, die zunehmend unter Wassermangel und Dürreperioden leidet. Nicht zuletzt dank der wachsenden Zahl an Mandelplantagen. Um eine Mandel zu ernten, braucht es 5 Liter Wasser. Zwar sind es bei 100 ml Kuhmilch gleich 100 Liter Wasser, aber diese werden über die ganze Welt verteilt gehalten und nicht in einer begrenzten Region. Die Brunnen werden immer tiefer gebohrt, Bienen werden unter katastrophalen Transportverhältnissen tausende Kilometer weit zum Bestäuben transportiert, die Monokultur erfordert heftigen Pestizideinsatz. Also besser Finger weg?

Mandelmilch - Biene auf Mandelblüte

Keine Sorge – es gibt eine Alternative. Machen Sie Ihre Mandelmilch einfach selber – z.B. aus südeuropäischen Biomandeln.
Mandelmilch - Mandelbaum in Blüte

Rezept für selbstgemachte Mandelmilch

Weichen Sie eine Tasse Mandeln über Nacht in Wasser ein. Wenn Sie eine besonders feine Mandelmilch möchten, drücken Sie die Mandelkerne danach aus der braunen Schale, die sich nun leicht lösen lässt. Mit der Schale verwendet erhalten Sie eine besonders kräftige Variation. Mit heissem Wasser geht es schneller – es ist dann jedoch keine Rohkost mehr.
Die Kerne werden nun mit frischem Wasser nach Geschmack (etwa 3-4 Tassen Wasser) in einen starken Mixer gegeben und kräftig zu einem Mus verarbeitet. Wers gerne süsslich mag, gibt etwas Xucker Light (Erythrit) oder Xucker Premium Xylit als Zuckerersatz zu. Wer nicht so streng auf die Kohlenhydrate achten muss, kann auch einen Löffel Honig oder ein paar entsteinte Datteln mit pürieren. Auch ein paar Tropfen Orangenblütenwasser oder etwas gemahlene Vanille machen sich hervorragend.Das Mus kann nun durch ein feines Sieb gefiltert werden (ein Seihtuch, ein Nussmilchbeutel oder eine Stoffwindel). Gut auspressen. Die fertige Milch hält sich in eine Flasche gefüllt einige Tage im Kühlschrank. Die Mandelrückstände können (ev. getrocknet) als Mandelmehl zum Backen verwendet werden, wie z.B. für eine köstliche Mandeltorte oder als Müslizusatz.

Mandelmilch kann sowohl gekühlt – z.B. für Proteinshakes – als auch heiss verwendet werden. Probieren Sie die heisse Schokolade mit Macawurzel auf Mandelmilchbasis – ein wärmender Genuss.

Mandelmilch heiss