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Vanillekipferl – Kindheitstraum in Low Carb

Zum Auftakt der Kekssaison ein Rezept für die wohl traditionellste Weihnachtsbäckerei hierzulande: Das Vanillekipferl.

Schon vor dem Weihnachtsbaum waren die (heidnischen) Kekse fester Bestandteil des Weihnachtsfestes. Im „Oesterreichischen Jahrhundertkochbuch“ (Plachutta & Wagner. Wien, 1993. Orac) ist zu lesen: „Wie die christlichen Missionare ihren Schaefchen das Katholischwerden erleichterten, indem sie Wotans Eiche stehen liessen und nur ein Madonnenbildnis darannagelten, haben sie auch die zahlreichen „Opferbaeckereien“ fuer Fricka, Freia und andere heidnische Goetter toleriert – solange sie in den Dienst des christlichen Weihnachtsfestes gestellt und damit zur Weihnachtsbaeckerei wurden.“

Hier ein historisches Rezept zum Schmunzeln, gute hundert Jahre alt: „Man bereite Broeselteig von 28 Deka Mehl, 21 Deka Butter, 10 Deka geschaelten, feingestossenen Mandeln und 7 Deka Zucker, schneidet ihn zu nussgrossen Stueckchen, formt aus diesen gespitze Wuerstchen, biegt diese kipfelartig, baeckt sie kuehl und licht, nimmt sie vom Bleche, wenn sie noch ganz heiss sind, dreht jedes sogleich in Vanillezucker, legt sie auf Papier und laesst sie auskuehlen.“ (aus: Die Sueddeutsche Kueche. Katharina Prato. Graz, 1911. Styria.)

Hier die moderne Variante für proteinreiche Low-Carb Vanillekipferl:

Zutaten:

Zubereitung:

Backrohr vorheizen (180° Ober- und Unterhitze oder 160° Heissluft). Ein Blech mit Backpapier belegen.

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen, die zwei Eigelb dazugeben, die kalte Butter in Flöckchen schneiden und zu einem Mürbteig kneten. Eine Viertelstunde am besten im Kühlschrank ruhen lassen. Johannisbrotkernmehl oder Guarkernmehl dient der Bindung. Ersatzweise können Sie auch Flohsamenschalenpulver verwenden.

Aus dem Teig eine lange Rolle formen und in gleichmäßig grosse Scheibchen schneiden. Die Scheibchen zu Walzen rollen und an den Enden etwas dünner werden lassen und in Halbmondform bringen, um die klassische Kipferlform zu erhalten.

Die Vanillekipferl aufs Backpapier legen und wenige Minuten backen bis sie etwas Farbe annehmen.

Noch heiss in Puder-Xucker wälzen. (Wenn Sie keinen Puder-Xucker vorrätig haben, können Sie auch 30 g Xylit in einem Mörser oder einer elektrischen Kaffeemühle zu Puder verarbeiten.) Dann Die Kipferl ganz auskühlen lassen und in einer Keksdose im Kühlen wenigstens einen Tag ruhen lassen. Das feine Aroma und die Mürbe des Gebäcks kommt erst mit der Zeit zur Geltung. Besonders köstlich werden die Kipferl auch, wenn Sie sie bis zur geplanten winterlichen Kaffeetafel einfrieren.

Quellen:

Historisches




Mousse au chocolate mit Avocado – vegan

Luftig leichtes Mousse au chocolate – eine Sünde wert! Aber die braucht es gar nicht – denn dieses Rezept ist perfekt für Low Carb Naschkatzen.

Zutaten:

Zubereitung:

Avocados halbieren, entkernen, das Fruchtfleisch herauslöffeln und mit Kakaopulver und Erythrit mit dem Pürierstab mixen, bis eine cremige und geschmeidige Masse entstanden ist. Langsam die Kokosmilch dazu geben und bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Das Mousse au chocolate in Dessertgläser füllen und kalt stellen. Garnieren Sie mit frischen Früchen, die hervorragend mit der schokoladigen Leckerei harmonieren.

Avocados gehören zu den fettreichsten Früchten weltweit. Die wertvollen ungesättigten Fettsäuren liefern hochwertige Energie, kurbeln die Fettverbrennung an und schützen vor Herzerkrankungen und Schlaganfällen. Avocados helfen den Cholesterinspiegel zu senken, schützen die Leber und sind Balsam für unser Gehirn.




Topfentorte – proteinreich und sehr low carb

Topfen (Quark) war vermutlich schon bei den Germanen bekannt. Mindestens seit 1500 wird dessen Zubereitung beschrieben, sowie auch mit Topfen bezeichnete Redeweisen.

Durch seinen enorm hohen Eiweissgehalt ist besonders Magertopfen beliebt bei Bodybuildern. Aus demselben Grund eignet er sich auch bestens für Reduktionsdiäten.

Er kann sowohl frisch verzehrt werden, sowohl pur oder mit etwas Wasser verdünnt, als Dip, in Salatsaucen, mit Kräutern verfeinert, als Brotaufstrich. Quark mit Leinöl und Pellkartoffeln als Beilage ist ein in weiten Teilen Deutschlands verbreitetes traditionelles Gericht.

Als Backzutat ist Topfen nicht mehr wegzudenken: Als Topfenstrudel, für feine Hefeteige, Quarkstuten oder Quarkkrapfen. Aus Quark-Öl-Teig lässt sich sowohl süsses wie auch herzhaftes Gebäck herstellen.

Hier ein ausgesprochenes Low Carb Rezept für eine proteinreiche Topfentorte:

Zutaten:

  • 1 kg Topfen (40%)
  • 4 Eier
  • 2 EL Leinsamenmehl
  • 3 EL Flüssigsüsse
  • Saft und Schale einer Biozitrone
  • 80 g weiche Butter
  • eine Prise Salz
  • 1 Backpulver

Zubereitung:

Alle Zutaten mit dem Handrührgerät mixen. In eine mit Backpapier ausgelegte oder gut gefettete Tortenspringform (26cm) geben und glatt streichen. Im vorgeheizten Backrohr auf 160° Heissluft (180° Ober- und Unterhitze) ca. 1 Stunde backen. Die Torte geht in der ersten Hälfte der Backzeit stark in die Höhe, fällt dann aber später wieder zusammen. Gegen Ende der Backzeit kann es notwendig sein abzudecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Lösen Sie nach dem Backen die Topfentorte mit einem spitzen Messer vom Ring, aber lassen Sie sie mindestens eine halbe Stunde auskühlen, bevor Sie sie aus der Form nehmen.

Wenn Sie Flüssigsüssstoff zum Backen verwenden, achten Sie darauf, dass er hitzestabil ist. Thaumatin z.B. kann bitter werden und die Süsskraft verlieren. Mischungen aus Cyclamat und Sacharin sind gut geeignet. Sie können aber auch die entsprechende Menge Xucker Light (Erythrit) oder Xucker Premium Xylit verwenden. Probieren Sie einfach und geben Sie das Süssungmittel nach Geschmack hinzu.

Wenn Sie eine besonders schlanke Variante bevorzugen, können Sie statt der vollfetten Topfenvariante natürlich auch Magertopfen verwenden und die Butter weglassen. Der Ketose tut das Original hingegen keinen Abbruch.




Saftiger Schokoladenkuchen – zum Dahinschmelzen

Saftiger Schokoladenkuchen – ganz ohne Mehl: Die ungewöhnliche Zutat, die diesen leckeren Kuchen so saftig macht ist: Kidneybohnen! Mit Sahnetopping der Star auf jeder Kaffeetafel.

Zutaten:

  • 250 g rote Kidneybohnen
  • 3 Eier
  • 250 g Topfen
  • 3 EL Kakaopulver
  • 3 EL Flüssigsüsse oder die entsprechende Menge Xylit oder Erythriol
  • 1 Backpulver
  • ev. 1 EL Leinsamenmehl
  • Butter und gemahlene Nüsse für die Form
  • Schlagsahne für das Topping

Zubereitung:

Wenns schnell gehen soll, kann man Bohnen aus der Dose verwenden. Besser sind jedoch frisch gekochte. Die Bohnen abspülen und abtropfen lassen. Zusammen mit den Eiern mit dem Mixstab pürieren. Mit dem Handrührgerät Topfen, Kakopulver, Süsse und Backpulver untermengen. Falls die Masse sehr flüssig ist eventuell mit etwas Leinsamenmehl andicken (Achtung: quillt sehr stark auf).

In einer sehr gut gefetteten Form, mit (Hasel-)Nüssen ausgestreut, bei 160° Heissluft ca. 30 Minuten backen. Sie können dieses Rezept aber auch als Tassenkuchen backen oder in Muffinförmchen (mit angepasster Backzeit).

Schokoladenkuchen in der Tasse

Besonders köstlich macht den Schokoladen Kuchen ein Topping aus Sahne. Es ist immer wieder überraschend für alle Abnehmwilligen, dass Diätküche so lecker sein kann. Dieser Schokoladenkuchen war mein Erstversuch in die süsse Low-Carb-Welt des Kuchen- und Tortenbackens einzusteigen – und hat zurecht Mut auf mehr gemacht.

Varianten: Im Prinzip sind alle Hülsenfrüchte hervorragend für diesen Kuchen geeignet. Ich habe ihn inzwischen auch schon mit Linsen, weissen Bohnen und Kichererbsen gebacken.




Low Carb Mandeltorte mit einem Hauch Zitrone

Die saftige Mandeltorte ist ein köstlicher Gaumenschmaus für die Low-Carb-Kaffeetafel:

Zutaten:

  • 250 g Topfen
  • geriebene Schale einer Zitrone
  • etwas Vanillemark
  • 200 g geriebene Mandeln
  • 50 g Mandelblättchen
  • ca. 3 EL flüssiger Süssstoff
  • 2 Eier
  • eine Prise Salz
  • eine Prise Zimt
  • 60 ml Distelöl
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • Streusüsse nach Belieben

Zubereitung:

Eier trennen und Schnee steif schlagen. Topfen, Zitronenschale, Vanille, geriebene Mandeln, flüssige Süsse, Eigelb, Salz, Zimt, flüssige Butter und Weinsteinbackpulver mit dem Handrührgerät etwa 1 Minute gut mixen. Schnee vorsichtig untermengen. Die flüssige Süsse können Sie natürlich auch durch Erythriol oder Xylit nach Geschmack ersetzen.

Eine Springform (22 cm) mit Backpapier auslegen. Teig einfüllen und glattstreichen. Die Mandelblättchen darüber streuen. Bei 160° Heissluft ca. 30 Minuten backen.

Etwas überkühlen lassen und auf Wunsch mit etwas Streusüsse lauwarm oder kalt servieren.