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Mohntorte – berauschende Versuchung mit Suchtpotential

Mal abgesehen von den malerischen Mohnfeldern erfreut vor allem eines unser Herz: der unglaubliche Nährstoffgehalt der schwarzen Körnchen!

Mohntorte - Mohnfeld

Und natürlich ist das im Milchsaft des Mohns enthaltene schmerzstillende, beruhigende aber auch höchst suchterzeugende Opium längst aus dem Speisemohn heraus gezüchtet. Gesundheitliche Bedenken brauchen Sie beim Verzehr von Mohn keine zu haben.

Mohntorte - natürlich ohne Opium

Mohnsamen bestehen knapp zur Hälfte aus Öl, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Beim Kaltpressen erhält man Mohnöl, das hervorragend zu Salaten und Rohkost passt. Der Eiweissgehalt ist mit 20% beachtlich und kommt damit an den Proteingehalt von Rindfleisch heran. Die Kohlenhydrate sind dabei jedoch verschwindend gering. Ebenfalls beachtlich sind die Mengen an Kalzium, Zink, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin E und B1…

Mohntorte - reich an wertvollen Nährstoffen

Weltweit gibt es über 100 verschiedene Mohnarten. Als Speisemohn ist bei uns vor allem der graue und blaue Mohn beliebt. Aufgrund der Nahrhaftigkeit und der riesigen Zahl der Samenkörner (um die 30.000 pro Kapsel) gilt der Mohn von alters her als Symbol für Fruchtbarkeit, Glück und Reichtum.

Gerade in der österreichischen Mehlspeisküche ist der Mohn nicht wegzudenken: Von Wutzelnudeln mit Mohn, über Germknödel und Mohnstrudel reicht die Palette. Mohnsemmeln fehlen in keiner Bäckerei.

Ganze Mohnsamen halten sich kühl und dunkel gelagert gut ein Jahr. Gequetschte Varianten würden recht schnell verderben – außer man setzt Konservierungsmittel zu, die dies verhindern. Mahlen Sie Ihren Mohn also unbedingt frisch (entweder in einer richtigen Mohnmühle, oder für erste Versuche tuts auch eine elektrische Kaffeemühle). Der Geschmack ist unvergleichlich.

Hier ein ausgesprochenes Low Carb Rezept für eine saftige Mohntorte:

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 3 EL Flüssigsüsse
  • 250 g Topfen
  • 200 g Mohn, gemahlen
  • 2 EL Leinsamenmehl
  • 1 Backpulver
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Prise Salz
  • Vanille
  • Zimt, gemahlen
  • Nelken, gemahlen

Zubereitung:

Alle Zutaten mit dem Mixer zu einem Rührteig verarbeiten. In eine mit Backpapier ausgelegte Tortenform (26 cm) streichen. Im vorgeheizten Backrohr bei 160° Heissluft oder 180° Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten backen. Auf Wunsch die ausgekühlte Mohntorte mit Puder-Xucker (Erythrit) bestreuen und mit Zimtsahne servieren.




Low Carb Joghurt Mousse mit Maiwipfel Sirup

Früher fehlte Maiwipfel Sirup in keiner Hausapotheke. Nicht nur in der Erkältungszeit war er ein Schatz. Auch zwischendurch wurde ab und zu ein Löffelchen vom köstlichen Sirup genascht.

Fichten und Tannen zeigen sich im Mai im Frühlingskleid. An den Enden der tiefgrünen Äste spriessen zarte hellgrüne Triebe – die Maiwipfel. Sie strotzen nur so vor Frühlingskraft mit einem beachtlichen Gehalt an ätherischen Ölen, Harzen, Tanninen und Vitamin C. Maiwipfel sind antiseptisch und schleimlösend und sind seit Jahrhunderten gegen Erkältungskranheiten im Gebrauch.

Maiwipfel

Maiwipfel Sirup ist wohltuend bei hartnäckigem Husten, Bronchitits, festsitzendem Schnupfen aber auch Asthma oder Keuchhusten. Man kann ihn löffelweise als Hustensaft einnehmen oder Kräutertee damit süssen. Getrocknet können die Triebspitzen als Tee aufgebrüht werden. Auch frisch als Gemüse kurz in Butter angeschwitzt oder in Smoothies sind sie eine ungewöhnliche saisonale Bereicherung für den Speiseplan. Mit dem kühlen Joghurt Mousse mit Maiwipfel Sirup können Sie Ihre Gäste überraschen.

Hier die Low Carb Variante dazu:

Rezept Maiwipfel Sirup:

Früher wurden Zucker und Maiwipfel lagenweise in eine grosses Glas geschichtet und für einige Woche auf eine sonnige Fensterbank gestellt. Für die Low Carb Variante habe ich Birkenzucker (Xylit) statt raffiniertem Rübenzucker verwendet, der praktischerweise ähnlich konservierend wirkt, aber bedeutend weniger Aufruhr im Blutzuckerspiegel verursacht. Zudem ist Xylit ein hervorragender Zahnschutz. Sie können es sogar – auf die nasse Zahnbürste gedrückt – zum Zähneputzen verwenden.

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 750g Birkenzucker (Xylit)
  • eine grosse Schüssel bis zu fingerlange junge Maiwipfel von Fichte oder Tanne
  • ev. etwas Zitronensäure
  • ev. ein paar Tropfen ätherisches Fichten- oder Tannennadelöl

Zubereitung:

Bringen Sie einen Liter Wasser mit 750g Birkenzucker in einem weiten Topf (am besten Emaille) zum Kochen. Aufwallen lassen und eine Minute köcheln. Lassen Sie diesen Sirup nun abkühlen, bis er lauwarm ist. Geben Sie eine grosse Schüssel Maiwipfel dazu. Umrühren. Und für ein bis zwei Tage stehen lassen. Die Maiwipfel verlieren dabei ihre frische grüne Farbe und wechseln zu hellbraun. Mit etwas Zitronensäure können Sie den Geschmack noch abrunden. Und ein paar Tropfen ätherisches Fichten- oder Tannennadelöl schmecken richtig nach Wald. Jetzt können Sie den Sirup absieben und in heiss gewaschene, mit Schnaps ausgespülte Flaschen füllen und kühl und dunkel lagern. So hält sich der Sirup viele Monate. (Eine gestern verkostete Flasche von 2013 ist nach vier Jahren waldhonigfarben und köstlich im Geschmack!)

In kleine Flaschen gefüllt ist Maiwipfel Sirup ein begehrtes Mitbringsel zu Einladungen oder eine persönliche Aufmerksamkeit bei Krankenbesuchen.

Maiwipfel Sirup

Ein Tipp noch zum Sammeln: Räumen Sie nicht ein ganzes kleines Bäumchen von seinen Triebspitzen leer, sondern nehmen Sie von mehreren großen Exemplaren jeweils ein paar pro Ast. Nutzen Sie den Waldspaziergang, um bewusst und achtsam die Kraft der Natur in sich aufzunehmen.

Rezept Joghurt Mousse:

Zutaten:

  • 400g – am besten selbst gemachtes – Joghurt
  • 150 ml Maiwipfel Sirup
  • 4 Blatt Gelatine oder die entsprechende Menge Gelatinepulver oder Agar Agar
  • 250 ml Sahne
  • Schale und Saft einer Biozitrone

Zubereitung:

Weichen Sie die Gelatineblätter in kaltem Wasser ein. Verrühren Sie das Joghurt mit dem Maiwipfel Sirup und Saft und Schale der Zitrone. Lösen Sie die ausgedrückte Gelatine vorsichtig mit wenigen Löffeln Wasser durch Erwärmen auf und rühren Sie dann löffelweise Joghurt ein. Kalt stellen.

Wenn die Masse zu gelieren beginnt die steif geschlagene Sahne unterheben, in Gläser füllen und einige Stunden (am besten über Nacht) gut durchkühlen lassen.

Als Garnitur eignen sich hervorragend ein Tupfer Preiselbeerkompott oder ein paar Brombeeren.

Bezugsquelle:

Birkenzucker finden Sie inzwischen in fast jedem Supermarkt. Achten Sie darauf, dass es sich nicht um chinesische Ware aus Mais handelt, sondern aus nordeuropäischen Wäldern stammt. Die Birke muss es nicht unbedingst sein, auch Buchen werden für „Birkenzucker“ verwendet. Bequem schicken lassen können Sie sich Xylit hier.




Low Carb Brownies – Schokolade zum Dahinschmelzen

Brownies sind saftige Blechkuchen mit Unmengen von geschmolzener Schokolade und Nüssen und ganz wenig Mehl. Blondies hingegen enthalten zwar Schokoladenstückchen, und braunen Zucker, bleiben aber wesentlich heller. Bekannt sind sie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, wo sie ihren Siegeszug als Dessert in Nordamerika begannen.

Typischerweise werden Brownies mit der Hand gegessen, oft mit einem Glas Milch. Lauwarm serviert passen sie zu einer Kugel Vanilleeis und Schlagsahne. Nicht nur in Amerika gehören sie inzwischen in jede übliche Lunchbox und sind sowohl in Restaurants wie auch Cafes beliebt.

Hier die Low Carb Variante, des üppigen Schokoladentraums:

Zutaten:

  • 200g gemahlende Mandeln
  • 100g Butter oder Kokosöl
  • 3 Eier
  • 5-8 EL Kakaopulver
  • Erythriol oder Xylit nach Geschmack zum Süssen
  • 3-4 EL Milch
  • 1 EL gemahlene Flohsamenschalen
  • 1/2 Weinsteinbackpulver oder 1 gehäufter TL Natron
  • 1 Prise Kristallsalz

Zubereitung:

Butter oder Kokosöl schmelzen lassen. Alle anderen Zutaten nach und nach zugeben und mit dem Handrührgerät zu einem glatten Rührteig vermengen. Den Teig in eine flache Form füllen (mit Backpapier auslegen) und auf der mittleren Schiene bei ca. 160° Heissluft (180° Ober- und Unterhitze) backen. Die Backzeit richtet sich nach der Größe der Kuchenform. Je dicker der Teig, desto länger die Backzeit.

Die Brownies dürfen ruhig noch schön saftig sein. Nach dem Backen etwas überkühlen lassen und dann in – klassischerweise Rechtecke – schneiden. Das erste Stück schmeckt noch lauwarm am besten. Aber auch gut gekühlt mit Schlagsahne ein Genuss.




Biskuit Roulade mit Erdbeeren und Mascarpone Creme

Nur drei Zutaten brauchen Sie für das luftige, leichte low carb Biskuit. Es entsteht aus dem Grundrezept für Wolkenbrot, dessen Varationsmöglichkeiten vielfältig sind: Sowohl als Beilage für sich selbst stehend, als auch süß oder würzig-pikant.

Hier eine süsse Variante für eine flaumige Biskuit Roulade:

Zutaten für das Biskuit:

  • 2 Eier
  • 2 EL Frischkäse (oder Topfen)
  • 1/TL Natron
  • 1 Prise Himalayasalz
  • Erythriol oder Xylit nach Geschmack

Zutaten für die Füllung:

  • 1 Ei
  • Erythriol oder Xylit nach Geschmack
  • 250g Mascarpone
  • 250g Erdbeeren (oder andere Beeren)

Zubereitung:

Eigelb und Eiweiss trennen. Letzteres mit Erythriol oder Xylit sehr steif schlagen. Eigelb und Frischkäse (oder Topfen) mit Natron und einer Prise Salz gut verrühren. Steif geschlagenes Eiweiss vorsichtig untermengen.

Streichen Sie nun mit dem Löffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech Kreise in der gewünschten Größe. Gebacken wird bei etwa 150° Heissluft je nach Größe und Dicke des Teiges ca. 10-15 Minuten. Sie können aber auch eine klassische Roulade backen, und den Low Carb Biskuit Teig als grosses Rechteck auf ein Backpapier streichen.

Stürzen Sie den Teig nach dem Backen auf ein weiteres Backpapier und lösen Sie ihn von ersterem ab.

Für die Creme rühren Sie ein Ei mit Erythriol oder Xylit nach Geschmack schaumig und fügen den Mascarpone hinzu. Erdbeeren in Stückchen schneiden und unter die Creme heben. Entweder zwei Kreise damit füllen oder das Rechteck mit Creme bestreichen und mit Hilfe des Backpapiers einrollen. In Scheiben schneiden und mit frischen Erdbeeren garnieren.

Sollte es noch keine frischen Erdbeeren geben, eignet sich auch der Beerenvorrat aus der Tiefkühltruhe hervorragend: Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, rote Johannisbeeren enthalten allesamt wenig Kohlenhydrate und ganz viel Geschmack.

Statt der Mascarpone Creme können Sie natürlich auch Ihre Lieblingsfülle auf der Basis von Topfen, Creme Fraiche und/oder Sahne verwenden. Für eine schokoladige Roulade geben Sie einen TL Kakao zum Biskuit Teig. Das passt besonders gut zu Sauerkirsch Cremes.




Cremiger, veganer Low Carb Milchreis aus der Konjakwurzel

In Asien ist die Teufelzungenwurzel (Konjak) schon seit langem Bestandteil von gesunden Lebensmitteln. Sie macht langanhaltend satt, enthält kaum Kalorien und beugt Heisshungerattacken vor. Zudem wird nicht nur Wasser aufgenommen, sondern auch Fett aus anderen Nahrungsmitteln, das unverdaut ausgeschieden wird. Cholesterin- und Blutfettspiegel werden gesenkt. Blutzuckerschwankungen werden gemindert. Insulinresistenzen kann vorgebeugt werden. Die Verdauung wird reguliert. Durch die probiotische Wirkung werden Darmflora und Darmschleimhaut gepflegt. Das Immunsystem wird gestärkt und es gibt Hinweise darauf, dass die Teufelszungenwurzel Krebs vorbeugen kann.

Sogar in Kosmetika wird Konjakwurzelextrakt inzwischen verwendet, nämlich seiner hydrierenden Wirkung wegen.

Konjak-Reis (Shirataki-Reis) ist basisch, glutenfrei, fettfrei und nahezu kohlenhydratfrei. Er ist blitzschnell zubereitet und schlägt sich gerademal mit etwa 10 kcal pro 100g zu Buche.

Konjak-Reis ist geschmacksneutral und kann sowohl pikanten Gerichten als Beilage gereicht werden, als auch zu süssen, schlanken Leckereien verarbeitet werden. Wenn Sie die Vielfältigkeit von Konjak entdeckt haben, werden Sie Ihn nicht mehr vermissen wollen, als gesundheitlich wertvolle Alternative zu den Kohlenhydratbomben Reis & Nudeln.

Konjak Produkte bekommen Sie traditionell vor allem in Asia-Läden. Vereinzelt sind sie nun auch in Supermärkten zu finden. Meiner Erfahrung nach zu stolzen Preisen und fragwürdiger Qualität. Sollten Sie keinen Asia-Laden in Ihrer Nähe haben, bestellen Sie einfach über Online-Versand (Link-Empfehlungen wie immer im Rezept).

Hier das raffinierte schnelle Rezept für köstlichen, cremigen Milchreis:

Zutaten:

400g Konjak Reis (Abtropfgewicht)
300 ml ungesüßte Mandelmilch
1 TL Johannisbrotkernmehl oder ersatzweise Guarkernmehl
½ TL gemahlene Vanilleschoten
1 Prise Zimt, gemahlen
1 Prise getrockneter Ingwer, gemahlen
1 Prise Kardamom, gemahlen
geriebene Schale einer Bioorange
1 Prise Salz
Erythriol oder Xylit zum Süssen nach Geschmack

Zubereitung:

Quirlen Sie das Johannisbrotkernmehl, die Gewürze und das Salz mit einem Schneebesen in die Mandelmilch ein und bringen Sie die Flüssigkeit unter ständigem Umrühren zum Kochen. Einmal Aufwallen lassen und dann den abgetropften, mit klarem Wasser gespülten Konjak-Reis zugeben. Der typische Konjakgeruch, der beim Öffnen der Packung wahrnehmbar ist, verschwindet beim Spülen vollständig. Etwa eine Minute auf kleiner Flamme köcheln lassen. Den Milchreis nach Geschmack süssen und zum Servieren mit frisch geriebener Orangenschale bestreuen.

Für schokoladige Varianten nehmen Sie nur Vanille als Geschmackszutat und pudern etwas Kakaopulver über den Milchreis oder lassen ein Stückchen dunkle Schokolade schmelzen.




Karotten Kuchen – saftig, süss und low carb

Knackig und so gesund: Karotten schmecken nicht nur als Salat, Suppe und Gemüse sondern auch süss in einem saftigen Karotten Kuchen mit ganz viel Mandeln.

Die sonnige Farbe verdanken Karotten dem Beta-Carotin. Der Name sagt es schon – dieser Stoff steckt in keinem anderen Gemüse in so großen Mengen. Carotin ist bioaktiv. Es macht freie Radikale unschädlich und schützt so vorbeugend vor Krebs. Besonders für die Haut sind Karotten wertvoll: Sonnenanbeter wissen, dass Carotin Hautrötungen schneller verschwinden lässt und die schützende Sonnenbräune beschleunigt. Deshalb ist es auch in vielen After-Sun-Produkten enthalten.

Auch die Augen brauchen den orangen Wirkstoff: Der Körper macht Vitamin A daraus und stärkt so die Sehkraft, besonders in der Dunkelheit.

Um das Carotin für den Körper verfügbar zu machen, müssen zuvor allerdings die Zellwände aufgebrochen werden: Entweder mechanisch durch mixen oder entsaften oder auch durch Hitzeeinwirkung wie beim Backen. Carotin ist fettlöslich und wird in Verbindung mit Öl noch besser vom Körper aufgenommen. Geben Sie der Rohkost also immer noch ein wenig Öl hinzu oder versuchen Sie folgendes Rezept für einen saftigen gesunden Low Carb Karottenkuchen ohne Reue.

Zutaten:

  • 350 g Karotten
  • 400 g fein gemahlene Mandeln
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 150 g Xucker
  • 2 TL Zimt
  • 100 g Puder Xucker
  • 250 ml Rapsöl
  • 4 Eier
  • Saft und Schale einer halben Zitrone
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Karotten schälen und fein raspeln, mit Zitronensaft und -schale vermischen. Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze oder 160 Grad Heissluft vorheizen. Mandeln, Backpulver, Zimt, Xucker und Salz in einem Weitling verrühren. Ganze Eier, Öl und das Mark der Vanilleschote dazugeben.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und für ca. 40 Minuten backen. Den Karotten Kuchen abkühlen lassen und mit Puder-Xucker bestreuen. Sie können den Puder-Xucker auch im Mörser fein verreiben und selbst herstellen.

Variante: Wenn Sie möchten können Sie aus Xucker und etwas Zitronensaft auch eine Glasur herstellen. Und auch Marzipan lässt sich mit dem gesunden Zuckeraustauschstoff kalorien- und kohlenhydratfrei herstellen.




Kokosbusserl – luftig leichte Low Carb Leckerei

Keine Pflanze prägt unsere Vorstellung von Tropenstrand und Urlaubsstimmung so sehr wie die Kokospalme. Doch die Bedeutung des beliebten Postkartenmotivs ist viel weitreichender: So liefert sie etwa 8% der Weltpflanzenölbedarfs. Jährlich werden fast 50.000.000 Tonnen Kokosnüsse geerntet was die Palme zu einer der wichtigesten Nutzpflanzen macht.

Kokosbusserl - Palmenstrand

Seit Jahrtausenden dient die Kokospalme als gehaltvolle Nahrungsquelle und Getränk, liefert Holz als Baumaterial, Blätter für Dächer, Fasern für Körbe, Matten und Seile und Nussschalen als Brennmaterial. Eine 2000m2 grosse Plantage mit 35 Palmen liefert genug Biomasse um eine fünfköpfige Familie zu versorgen – und das ohne grossen Pflegeaufwand.

Auch gesundheitlich hat die köstliche Nuss einiges zu bieten: Die mittelkettigen Fettsäuren helfen beim Abnehmen, regulieren den Cholesterinspiegel, wirken antimikrobiell und antiviral. Der hohe Kupfergehalt fördert den Gehirnstoffwechsel. Der Ballaststoffreichtum hält den Darm fit, senkt den Blutzuckerspiegel und beugt Diabetes vor. Das Wasser der Kokosnuss ist ein mineralstoffreicher Isodrink – perfekt nach dem Sport oder an heissen Sommertagen. In Ländern, in denen Kokosnüsse zu den Grundnahrungsmitteln zählen, sind Herz- und Kreislauferkrankungen, aber auch Altersdemenz und Alzheimer auffallend selten. Nicht zuletzt ist Kokosöl hervorragend zur zart duftenden Körperpflege geeignet.

Hier das simple, weltweit beliebte Rezept für die kleine Bäckerei in Low Carb:

Zutaten:

  • 200 g Kokosraspeln
  • 4 Eier
  • 1EL Kokosöl
  • 1 Messerspitze Natron oder Backpulver
  • Xylit oder Erythrit
  • Saft und geriebene Schale einer halben Zitrone

Zubereitung:

Geben Sie alle Zutaten in eine Rührschüssel und vermengen Sie sie zu einem feuchten Teig. Den Zuckerersatz können Sie einfach nach Geschmack dosieren. Am besten verreiben Sie davor das Xylit oder Erythrit im Mörser zu feinem Puder.

Ein unvergleichlicher Genuss sind Kokosbusserl aus frischer geriebener Kokosnuss. In diesem Fall brauchen Sie kein Kokosöl zuzusetzen – frische Kokosnuss ist sehr gehaltvoll. Urlaubsfeeling schon bei der Zubereitung garantiert!

Kokosbusserl - Kokosnuss frisch

Setzen Sie mit einem Kaffeelöffel oder einem Eierlöffelchen kleine Häufchen auf ein Backpapier und backen Sie sie bei 180° Ober- und Unterhitze (oder 160° Heissluft) bis die Ränder des Bodens und die Spitzen goldbraun sind. Lassen Sie die Kokosbusserl abkühlen und bewahren Sie sie in einer gut schliessenden Keksdose auf.




Erdnussbutter Plätzchen – nussige Nascherei

Erdnuss-Pflanzen blühen oberirdisch, tragen ihre Früchte jedoch im Boden.

Die Erdnuss zählt botanisch gesehen wie Erbsen und Bohnen zu den Hülsenfrüchten, worauf auch ihr englischer Name „peanut“ (Erbsennuss) hinweist. Konsistenz und den Fettgehalt ähnelt jedoch eher den Nüssen.

Ursprünglich kommt die Erdnuss aus Südamerika, wo sie schon vor 2000 Jahren angebaut wurde. Mit der Entdeckung Amerikas eroberte sie bald die ganze Welt. Heute werden Erdnüsse vor allem in China, Indien, in den USA, Nigeria, Südafrika und Indonesien kultiviert.

Erdnussbutter besteht grossteils aus gemahlenen Erdnüssen. Für die Cremigkeit sorgen Fette oder Öle. Zucker und Salz sorgen für eine würzig-süße Note.

Im Unterschied zur Erdnussbutter besteht Mus rein aus gemahlenen Erdnüssen. Beides gibt es fein (creamy) und grob (crunchy), mit kleinen Stückchen drin, welche nach dem Rösten und Mahlen in die cremige Erdnussmasse kommen.

Erdnüsse enthalten 25 Prozent wertvolles pflanzliches Eiweiß, zur Hälfte bestehen sie aus Fett und zwar mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Die können nicht nur das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.Auch an Ballaststoffen bringen Erdnüsse einiges mit, etwa 10 Prozent, also ähnlich viel bei Getreide. Zudem punkten Erdnüsse durch reichlich Vitamin E und den sekundären Pflanzenstoff Resveratrol. Beide mindern das Risiko für Arterienverkalkung.

Ferner enthalten Erdnüsse fast alle B-Vitamine und besonders viel Magnesium, nämlich 180 Milligramm in 100 Gramm. Der Mineralstoff ist wichtig vor allem für die Arbeit der Muskeln und Nerven. Nicht umsonst gelten Nüsse als Gehirn- und Nervennahrung. Nennenswert sind auch die Mengen an Kalium, Kalzium und Phosphor.

Hier das Rezept für Low Carb Erdnussbutter Plätzchen:

Zutaten:

  • 100 g Erdnussbutter oder Erdnussmus
  • 100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 2 Eier
  • 70g Xylit
  • 1 TL Backpulver

Erdnussbutter

Zubereitung:

Den Backofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze (140° Heissluft) vorheizen.

Alle Zutaten zu einem Teig verrühren. Auf ein Backpapier kleine Häufchen setzen und für ca. 20 Minuten je nach Größe der Häufchen und Ofen backen. Sie sind fertig, wenn sich der Boden am Rand leicht zu bräunen beginnt. Die Häufchen dürfen ruhig noch etwas weich sein, beim Abkühlen werden sie noch etwas härter.




Lebkuchen – Hänsel und Gretels süsse Versuchung

Zimt, Nelken, Koriander, Kardamom, Ingwer und dazu köstlicher Honig – das sind bis heute die charakteristischen Zutaten für Lebkuchen.

Lebkuchen Gewürze

Die genaue Herkunft des Wortes „Lebkuchen“ ist nicht gesichert. Einige Etymologen sind der Ansicht das „Leb“ etwas mit „Leib“ und „Leben“ zu tun haben muss. Die Bezeichnung Pfefferkuchen kommt aus dem Mittelalter, als einfach alle exotischen Gewürze als Pfeffer gehandelt wurden. Auch das englische Gingerbread oder das französische pain d’épices sowie der Begriff Honigkuchen weisen auf die charakteristischen Bestandteile hin: Ingwer, Gewürze, Honig.

Von jeher war der Lebkuchen unverzichtbar auf Rummelplätzen und Volksfesten. Saisonale und regionale Bräuche bildeten sich heraus, wie Lebkuchen zu gestalten seien. Und auch die magische Komponente der manchmal aufwändig verzierten essbaren Bildwerke war nicht wegzudenken. So gab es etwa den Brauch, dass unverheiratete Mädchen Lebkuchen-Ehemänner verspeisen sollten, um ihre Chance auf eine Heirat zu vergrößern.

Lebkuchen Tannenbaum

Berühmt wurden die Lebkuchen im 19. Jahrhundert durch die Gebrüder Grimm, die mit dem Märchen von Hänsel und Gretel ein unwiderstehliches Bild von Naschwerk in Form des Lebkuchen-Hexenhauses zeichneten.

Hier nun ein modernes Low-Carb-Rezept:

Zutaten:

  • 400 g Haselnüsse gemahlen
  • 3 Eier
  • 250 g Xylit
  • 1 EL Lebkuchengewürz
  • 0.5 TL Hirschhornsalz

für eine Schokoglasur:

Lebkuchengewürz:

Eine traditionelle Gewürzmischung für Lebkuchen ist das ‚Neunerlei Gewürz‘. Hintergrund dieser Gewürzmischung ist die Symbolik, dass neun Gewürze für ein vollendetes Lobpreis Gottes stehen. Damit soll einerseits auf die Trinität, anderseits auf die drei Elemente Erde, Luft und Wasser sowie auf die Dreiheit Erde, Himmel und Hölle verwiesen werden. Die neun Gewürze sind: Piment, Zimt, Ingwer, Anis, Koriander, Kardamom, Muskat, Nelken und Fenchel.

Eine süddeutsche Lebkuchen-Gewürzmischung enthält typischerweise Zimt, Nelken, Piment, Koriander, Ingwer, Kardamom und Muskatnuss oder Macis enthalten. Gelegentlich werden neben eigentlichen Gewürzen auch noch weitere Aromen verwendet wie Schalen von Zitrusfrüchten (Orange, Zitrone oder Pomeranze) oder Blütenwasser, wie Orangen- oder Rosenblütenwasser.

Zubereitung:

Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und 2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Alle Zutaten mit dem Handrührgerät zu einem Teig verarbeiten. Hirschhornsalz ist nicht nur Backtriebmittel sondern auch typische Geschmackszutat, kann aber wenn dies nicht gewünscht ist durch Natron oder Backpulver ersetzt werden.

Sie können den Teig nun nach Belieben formen: Schneiden Sie eine Teigrolle in Scheiben und formen Sie Kugeln daraus, die flachgedrückt als Pfeffernüsse aufs Backblech gelegt werden. Oder rollen Sie den Teig aus und stechen Sie Plätzchen aus oder schneiden Sie ihn mit dem Messer in Form.

Lebkuchen ausstechen

Backzeit je nach Backrohr und Dicke ca. 15-20 Minuten. Gut auskühlen lassen und auf Wunsch mit Glasur verzieren. Dafür die Butter mit der Schokolade in einem kleinen Topf oder am besten im Wasserbad schmelzen lassen und etwas überkühlen lassen. Die Lebkuchen damit bestreichen. Wenn Sie etwas Kakaopulver zu der Glasur geben wird sie spritzfest um Ornamente zu gestalten.

Lebkuchen Plätzchen




Zimtsterne – der Klassiker für den Low Carb Keksteller

Zimt ist eine der ältesten Gewürzpflanzen der Welt und aus der Küche kaum mehr wegzudenken.

Die gemahlene Rinde ist in vielen Backwaren wie Zimtschnecken und Apfelstrudel zu finden. Bratäpfel, Glühwein und Kompott sind ohne Zimt undenkbar. Uns selbst Coca Cola gäbe es ohne Zimt nicht.

Seine Heilkräfte sind hierzulange allerdings weniger bekannt. Zimt kurbelt die Fettverbrennung an, reguliert den Blutzuckerspiegel und senkt die Cholesterinwerte. In der westlichen Medizin wird es derzeit als Heilmittel bei Diabetes getestet.

In der indischen Ayurveda-Medizin werden alle Teile des Zimtbaumes verwendet: Öl aus den Blättern, die Rinde und die Wurzeln. Ersteres wirkt wärmend und entzündungshemmend, was besonders wohltuend bei Erkältungen ist.

Zimtsterne - Zimtstangen

Für Heilzwecke sollte ausschliesslich Ceylon-Zimt (nicht der chinesische Cassia-Zimt!) verwendet werden. Er wirkt kreislaufanregend und verdauungsfördernd, magenstärkend, löst Blähungen und entkrampft. Da er antibakteriell und fungizid sowie entzündungshemmend ist hilft er bei Entzüdungen des Darms.

Zimt wärmt nicht nur innerlich, sondern auch wunderbar als Wickel (bei Rheuma oder Kreuzschmerzen) oder Fussbad (mit einigen Tropfen Zimtöl und etwas Sahne zum Emulgieren).

Zur Kreislaufanregung kann man eine Zimstange in den Schwarztee geben. Bei Erkältungen ist eine Zimtmilch wohltuend.

Zimtöl mit Nelkenöl gemischt ist schmerzlindernd und kann bei akuten Zahnschmerzen eingesetzt werden. Entweder die schmerzende Stelle sanft einmassieren oder ein Wattepad mit einigen Tropfen Zimtöl auflegen.

Hier das Low Carb Rezept für Zimtsterne für den traditionellen Keksteller:

Zutaten:

  • 200 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln – auch gemischt)
  • 2 Eiweiss
  • 125 g Puder Xucker (Erythrit)
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • 2 TL gemahlener Zimt

Zubereitung:

Das Eiweiss sehr steif schlagen. Portionsweise Zitronensaft und Erythrit löffelweise untermixen. Sollten Sie keinen Puder Xucker vorrätig haben, können Sie sich auch mit einem Mörser oder einer sauberen elektrischen Kaffeemühle behelfen und statt dessen Premium Xucker (Xylit) nehmen. Verwenden Sie aber keine groben Zuckerkristalle, denn dann müssten Sie sehr lange mixen, was dem Glanz der Glasur Abbruch tun würde. Drei Esslöffel vom Eischnee für die Glasur reservieren.

Haselnüsse und Zimt vorsichtig mit einem Schneebesen oder einem Kochlöffel unter den restlichen Eischnee heben – keinesfalls mixen. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig zwischen Backpapier oder in einem großen Gefrierbeutel ausrollen und Sterne ausstechen. Die Ausstechform zwischendurch in Puder Xucker tauchen. Sollte der Teig noch zu klebrig sein, nochmal ab in den Kühlschrank und gut kühlen – dann lässt er sich besser ausrollen. Die Sterne auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit der reservierten Eischnee-Glasur bestreichen. Im vorgeheizten Backrohr bei etwa 120° Ober- und Unterhitze oder 100° Heissluft ca. 15 Minuten eher trocknen als backen. Sie sind fertig, wenn sich der Boden leicht zu bräunen beginnt. Die Glasur sollte jedenfalls weiss bleiben. Nicht zu lange backen – die Zimtsterne sind noch ziemlich weich, wenn sie heiss aus dem Ofen kommen. Beim Abkühlen werden sie dann fester.

Zimtsterne mögen keine dicht schliessenden Keksdosen. Also Deckel besser lose auflegen. Sollten Sie doch einmal zu fest geworden sein, ein paar Apfelschnitze in die Dose geben, damit sie wieder weich und mürbe werden.

Was tut man mit dem übriggebliebenen Eigelb? Am besten gleich für Vanillekipferl verwenden!