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Wolkenbrot – getreidefreie Low Carb Proteinpakete

Nur aus drei Zutaten lassen sich dieses luftige, lockere low carb Wolkenbrot einfach backen. Die Variationsmöglichkeiten sind vielfältig: Sowohl als Beilage für sich selbst stehend, als auch süß oder würzig-pikant. Hier das Grundrezept, dass sich immer wieder abwandeln lässt.

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 2 EL Frischkäse
  • 1/TL Natron
  • 1 Prise Himalayasalz (für würzige Varianten etwas mehr)

Zubereitung:

Eigelb und Eiweiss trennen. Letzteres sehr steif schlagen. Eigelb und Frischkäse mit Natron und einer Prise Salz gut verrühren. Steif geschlagenes Eiweiss vorsichtig untermengen.

Für süsse Varianten geben Sie nun ein paar Spritzer flüssige Süsse hinzu (wer nicht auf die Kohlenhydrate achten muss, greift zu Ahornsirup oder Honig).

Bild von Gasfull auf Pixabay

Wer es lieber würzig mag, kann wählen zwischen Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano, Basilikum, dazu Knoblauch, getrocknete Tomatenstücke, Olivenscheibchen, … Lassen Sie der Kreativität freien Lauf. Auch Wildkräuter lassen sich hervorragend verwenden: Etwa getrocknete Brennesselsamen oder Bärlauch.

Bild von Photomat auf Pixabay

Streichen Sie nun mit dem Löffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech Kreise in der gewünschten Größe. Gebacken wird der raffinierte Snack bei etwa 150° Heissluft je nach Größe und Dicke der Brötchen 10-15 Minuten.

Wolkenbrot vom Blech
Bild erstellt mit Canva Pro

Entweder warm servieren (z.B. mit Zimt bestreut ein blitzschnelles Highlight für die überraschende Kaffeetafel) oder auskühlen lassen.

Wenn etwas mehr Zeit zur Verfügung ist, zaubern Sie eine Biskuit Roulade mit Mascarpone Creme und frischen Früchten.

Biskuit Roulade aus Wolkenbrot
Bild von Bernadette Wurzinger auf Pixabay

Sollte es noch keine frischen Erdbeeren geben, eignet sich auch der Beerenvorrat aus der Tiefkühltruhe hervorragend: Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, rote Johannisbeeren enthalten allesamt wenig Kohlenhydrate und ganz viel Geschmack.

Statt der Mascarpone Creme können Sie natürlich auch Ihre Lieblingsfülle auf der Basis von Topfen, Creme Fraiche und/oder Sahne verwenden. Für eine schokoladige Roulade geben Sie einen TL Kakao zum Biskuit Teig. Das passt besonders gut zu Sauerkirsch Cremes.

Das Wolkenbrot ist wunderbar für Burgerfans geeignet.

Veggie Burger aus Wolkenbrot
Bild erstellt mit Canva Pro

Oder auch als Pizzaboden. In diesem Fall backen Sie das Wolkenbrot am besten in einer runden Tortenform und belegen erst nach dem Backen nach Wunsch. Anschliessend nocheinmal zum Überbacken des Belags kurz in den heissen Ofen.

Pizza - Wolkenbrot mit Belag
Bild von Igor Ovsyannykov auf Pixabay

Literaturempfehlungen




Fluffiges Low Carb Toastbrot für Gurkensandwiches

Die luftig leichte helle Alternative zu Getreide Toastbrot: Satt Eiweiss und kaum Kohlenhydrate! Blitzschnell zusammengerührt und flugs gebacken.

Zutaten:

  • 200g Molkenproteinpulver natur (Whey)
  • 300g Frischkäse
  • 80 ml Olivenöl (oder flüssige Butter)
  • 4 Eier
  • 1/2 TL Kristallsalz oder Meersalz
  • 1 Backpulver (oder 3 TL Natron)
  • ev. etwas Milch oder Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten mit den Quirlen des Handmixers zu einem glatten Teig rühren (Von der Konsistenz her etwa wie ein Rührteig für Marmorkuchen). Bei Bedarf etwas Milch oder Wasser zugeben.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten! Backofen bei 175° Ober- und Unterhitze ca. 40 Minuten backen. Eventuell zwischendurch abdecken, damit das Toastbrot nicht zu dunkel aber trotzdem gar wird. Stäbchenprobe machen, ob der Teig noch kleben bleibt und gegebenenfalls die Backzeit anpassen.

Stürzen, auskühlen lassen und servieren!

Mit Olivenöl hat das Toastbrot deutlichen Ciabatta-Charakter. Variieren Sie mit getrockneten Tomaten- oder Olivenstückchen oder italienischen Gewürzen im Teig. Wenn Sie das Olivenöl durch Butter ersetzen, wird es deutlich milder. Wenn Sie eine süßliche Note mögen, können Sie etwas Erythriol oder Xylit zugeben.

Toll schmeckt das herrlich weisse, supersofte Toastbrot auch zur Tea Time als Gurkensandwich.

Zutaten:

  • Low Carb Toastbrot
  • 1 Salatgurke
  • Butter zum Bestreichen
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Schneiden Sie das Toastbrot etwa 3/4 cm dicke Scheiben und entfernen Sie die milimeterdünne dunkle Rinde. Klassiche bestreichen Sie die Schnitte nun mit gesalzener oder ungesalzener Butter und belegen mit geschälter, gehobelter Gurke. Salzen und pfeffern. Eine weitere Scheibe als Deckel auflegen. Besonders hübsch sind die Gurkensandwichs wenn Sie sie diagonal durchschneiden.

Als Aufstrich eignet sich auch gut Frischkäse, selbstgemachte Blitzmayonnaise oder Topfen. Schneiden Sie etwas frische Kresse vom Beet, die gut mit der Gurke harmoniert. Oder verwenden Sie ihre selbstgezogenen Lieblingssprossen, um die Sandwichs aufzupeppen. Auch frische Schnittlauchröllchen oder ein paar Zweige Dill sind eine gute Ergänzung. Ein paar Tropfen Zitronensaft und ein paar Streifen Zitronenschale geben eine besondere Note.




Krustenbrot – knusprig mit viel Eiweiss und seeehr low carb

Zutaten:

Zubereitung:

Das Backrohr auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die trockenen Zutaten vermischen, dann Eier und Topfen dazugeben und am besten mit den Knethaken des Handrührgerätes einen Teig kneten. Der Teig ist noch relativ weich, wird aber kompakter, wenn die Leinsamen aufquellen.

Die Teigmasse nun auf ein Backpapier häufen und an Ort und Stelle zu einem Laib formen.

Sie können das Krustenbrot aber auch in einer kleinen Kastenform oder als kleine Brötchen backen.

Krustenbrot - Brötchen

Das Brot kann nun noch mit Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Sesam,… bestreut werden (fest andrücken!).

Krustenbrot mit Kernen

Die Backzeit beträgt je nach Ofen und Form des Brotes etwa 40 Minuten. Eventuell gegen Ende abdecken, damit es nicht zu dunkel wird. Die Kruste sollte schön resch und knusprig sein. Innen ist es trotzdem durch den Topfen schön saftig und weich.

Das Tolle an dem Rezept ist die Wandlungsfähigkeit: Nehmen Sie statt den Walnüssen auch mal Haselnüsse, Mandeln, Pinien-, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne. Auch Oliven oder getrockete Tomatenstücke machen sich gut. Statt der Weizenkleie ist auch Haferkleie möglich, die sich mit etwas mehr Kohlenhydraten zu Buche schlägt, allerdings solchen, die den Blutzuckerspiegel nur ganz langsam ansteigen lassen. Haferkleie gibts auch glutenfrei, wenn das für Sie wichtig ist. Sonnenblumenprotein kann auch durch andere Proteine ersetzt werden wie etwa Kürbiskernprotein, Hanfprotein oder Reisprotein, allesamt hervorragende pflanzliche Eiweisspender. Seien Sie kreativ! Dank des Backtriebmittels Natron kann man eigentlich nicht viel falsch machen (außer den Teig zu lange stehen lassen – denn dann würde der Teig schon vor dem Backen wieder zusammenfallen).

Die obige Variante für Krustenbrot gibt ca. einen 500g Laib und enthält in etwa 50g Kohlenhydrate und knapp 100g Eiweiss. Verglichen mit herkömmlichen fertig gekauften Eiweissbroten sind das hervorragende Nährwerte und dank der knusprigen Kruste ist das Brot ein unübertrefflicher Genuss.




Brot aus Keimlingen – Getreide mit Frühlingskraft

Brot durchlebt gerade schwere Zeiten. Einst wurde es aus frisch gemahlenem Getreide mit Salz, Gewürzen und vielleicht etwas wohlgehütetem, selbst gemachten Sauerteig hergestellt. Unser heutiges Brot hingegen ist ein Gemisch aus vitalstoffarmen Auszugsmehlen ohne Ballaststoffe und wertvollen Keimen (die statt dessen im Viehfutter landen) und einer geballten Ladung Lebensmittelchemie, Kunstdünger und Pestiziden. Brot aus solchen Auszugsmehlen ist nicht nur nutzlos, sondern schlichtweg schädlich. Da es selbst kaum Vitamine und Mineralstoffe enthält, müssen zum Abbau der gesundheitsschädlichen Rückstände Vitalstoffe aus anderer Nahrung zugeschossen werden. Der Körper wird dazu gezwungen Raubbau zu betreiben und übersäuert. Der hohe glykämische Index trägt dazu bei, dass der Blutzucker- und Insulinspiegel empfindlich gestört wird.

Brot aus Keimlingen

Wer gesundes täglich Brot essen möchte, macht es am besten selbst. Besonders wertvoll und bekömmlich wird es, wenn man dazu gekeimtes Getreide verwendet. Beim Keimen weckt man das Korn quasi aus dem Schlaf. Der Nährwert des Korns verändert sich während des Keimens ausgesprochen vorteilhaft: Der Eiweissgehalt nimmt um etwa 20% zu. Vitamine und Mineralstoffe vervielfachen sich und werden leichter verwertbar. Der Fettgehalt nimmt ab und gleichzeitig erhöht sich der Gehalt an ungesättigten Fettsäuren.

Dieses basische Brot aus Keimlingen sättigt und nährt, versorgt und schützt den Körper mit purem Leben.

Zubereitung

Am einfachsten geht es, wenn man Getreide (vorzugsweise alte Sorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn, oder Ur-Roggen) für 6 Stunden einweicht und dann für zwei bis vier Tage keimen lässt. Wenn die Keimlinge etwa einen Zentimeter lang sind, sind sie perfekt. Dann ein letztes Mal spülen und mit etwas Wasser im Mixer zerkleinern. Zum Getreidebrei gibt man nun etwas Kristallsalz, Brotgewürze und nach Wunsch Kerne, Samen oder Nüsse. Kleine Fladen formen und auf einem Backblech bei niedriger Temperatur (etwa 50°) trocknen lassen. Diese Zubereitung ist besonders schonend für die wertvollen Inhaltsstoffe.

Wer lieber einen klassischen Brotlaib möchte, kann den Getreidebrei auch mit Hefe oder Sauerteig gehen lassen und dann in einer Kastenform backen.




Kernige Saatentaler – Brot ganz ohne Mehl

Saatentaler sind eine kernige Alternative zu Kornbrot – ganz ohne Mehl und ohne Backtriebmittel (und sonstigem Unfug, der in gekauftem Brot verbacken wird). Dafür voll von Vitalstoffen.

Zutaten:

  • 1 Tasse Sonnenblumenkerne
  • 1 Tasse Leinsamen geschrotet
  • 1 Tasse Kürbiskerne ganz
  • 1 Tasse Flohsamen ganz
  • 1 TL Himalayasalz
  • 1/2 TL Xylit oder Erythriol
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Kümmel
  • ca. 1,5 Tassen Wasser
  • ev. ein wenig Distelöl oder Erdnussöl fürs Blech

Zubereitung:

Die Sonnenblumenkerne schroten (z.B. in einer Kaffeemühle oder einem Blitzhacker). Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.

Dann das Wasser zugeben. Dieser noch wenig kompakte “Teig” muss nun mindestens 2 Stunden ruhen, damit die Floh- und Leinsamen aufquellen können. Wer möchte, kann den Teig auch abends zubereiten und morgens backen. Die Wasserangaben können nur ungefähr sein, da die Quellfähigkeit der Samen recht unterschiedlich sein kann. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben, oder noch ein paar Flohsamen.

Den Teig in etwa 8-10 gleichgrosse Stücke teilen, zu Kugeln formen und dann auf einem mit Backpapier belegten, mit etwas Distelöl beträufelten Blech zu Talerform (runde Scheiben) sehr flach drücken. Etwa 0,5 – 0,75 cm dick wäre ideal. Mit Wasser bepinseln oder besprühen. Bei ca. 175° etwa 20 Minuten backen. Eventuell nach 15 Minuten wenden. Auskühlen lassen.

Die Saatentaler halten problemlos mehrere Tage und gewinnen durch die Lagerung noch an Geschmack (Zum Beispiel gestapelt in einer Müslischüssel mit einem kleinen Teller als Deckel lose obenauf). Sie lassen sich aber auch hervorragend einfrieren. Getoastet oder kurz über der Glut gegrillt (mit Frischkäse, Kräutertopfen oder Hummus) ein Gedicht. Oder versuchen Sie eine der köstlichen, intensiv fruchtigen Low Carb Marmeladen wie die herbstliche Apfelkonfitüre.

Variieren Sie auch mit Ihren Lieblingsbrotgewürzen: Koriandersamen oder Kardamom passt wunderbar. Auch Wildkräutersamen wie Brennesselsamen oder Engelwurzsamen lassen sich verwenden. Geben Sie Walnüsse, Haselnüsse oder Mandeln in den Teig. Natron dient hier weniger als Backtriebmittel sondern mehr dem Neutralisieren von Säuren. Spielen Sie mit den süssen Zutaten um Ihren Saatentalern eine besondere Note zu geben.