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Wolkenbrot – getreidefreie Low Carb Proteinpakete

Nur aus drei Zutaten lassen sich dieses luftige, lockere low carb Wolkenbrot einfach backen. Die Variationsmöglichkeiten sind vielfältig: Sowohl als Beilage für sich selbst stehend, als auch süß oder würzig-pikant. Hier das Grundrezept, dass sich immer wieder abwandeln lässt.

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 2 EL Frischkäse
  • 1/TL Natron
  • 1 Prise Himalayasalz (für würzige Varianten etwas mehr)

Zubereitung:

Eigelb und Eiweiss trennen. Letzteres sehr steif schlagen. Eigelb und Frischkäse mit Natron und einer Prise Salz gut verrühren. Steif geschlagenes Eiweiss vorsichtig untermengen.

Für süsse Varianten geben Sie nun ein paar Spritzer flüssige Süsse hinzu (wer nicht auf die Kohlenhydrate achten muss, greift zu Ahornsirup oder Honig).

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Wer es lieber würzig mag, kann wählen zwischen Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano, Basilikum, dazu Knoblauch, getrocknete Tomatenstücke, Olivenscheibchen, … Lassen Sie der Kreativität freien Lauf. Auch Wildkräuter lassen sich hervorragend verwenden: Etwa getrocknete Brennesselsamen oder Bärlauch.

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Streichen Sie nun mit dem Löffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech Kreise in der gewünschten Größe. Gebacken wird der raffinierte Snack bei etwa 150° Heissluft je nach Größe und Dicke der Brötchen 10-15 Minuten.

Wolkenbrot vom Blech
Bild erstellt mit Canva Pro

Entweder warm servieren (z.B. mit Zimt bestreut ein blitzschnelles Highlight für die überraschende Kaffeetafel) oder auskühlen lassen.

Wenn etwas mehr Zeit zur Verfügung ist, zaubern Sie eine Biskuit Roulade mit Mascarpone Creme und frischen Früchten.

Biskuit Roulade aus Wolkenbrot
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Sollte es noch keine frischen Erdbeeren geben, eignet sich auch der Beerenvorrat aus der Tiefkühltruhe hervorragend: Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, rote Johannisbeeren enthalten allesamt wenig Kohlenhydrate und ganz viel Geschmack.

Statt der Mascarpone Creme können Sie natürlich auch Ihre Lieblingsfülle auf der Basis von Topfen, Creme Fraiche und/oder Sahne verwenden. Für eine schokoladige Roulade geben Sie einen TL Kakao zum Biskuit Teig. Das passt besonders gut zu Sauerkirsch Cremes.

Das Wolkenbrot ist wunderbar für Burgerfans geeignet.

Veggie Burger aus Wolkenbrot
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Oder auch als Pizzaboden. In diesem Fall backen Sie das Wolkenbrot am besten in einer runden Tortenform und belegen erst nach dem Backen nach Wunsch. Anschliessend nocheinmal zum Überbacken des Belags kurz in den heissen Ofen.

Pizza - Wolkenbrot mit Belag
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Literaturempfehlungen




Senf, Ketchup, Mayonnaise – selbstgemacht & supergesund

Senf, Ketchup, Mayonnaise – was wäre eine eine sommerliche Grillparty ohne diese Zutaten? Wie herrlich nach dem langen Winter und den Ausgangsbeschränkungen endlich wieder draussen essen zu können. Aber wussten Sie, wieviele fragwürdige Zutaten in unseren Lieblingsgrillsaucen zu finden sind? Da gibts nur eines: Ran an den Kochlöffel. Schlagen Sie sich Ihren Senf selber auf, mixen Sie Ihr Ketchup aus köstlichen Zutaten und rühren Sie sich eine Omega-3 Mayonnaise. Frönen Sie der simplen Kochkunst – Sie brauchen keine Fertigprodukte aus dem Supermarkt!

Senf, Ketchup, Mayonnaise
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Sie zweifeln noch? Hier eine kleine Liste der Lebensmittelzusatzstoffe, die klassischerweise in Senf, Ketchup, Mayonnaise und Co zu finden sind:

Maissirup (Fructose-Glucose-Sirup) ist ein billiger, hochraffinierter künstlicher Süssstoff, der in fast allen verarbeiteten Lebensmitteln zu finden ist. Er ist regalstabil, super süss und macht sehr süchtig. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang von Maissirupkonsum mit Adipositas und Diabetes.

Natürliche Aromen – ein hinterhältiger Begriff. Klingt vertrauenserweckend, aber sie stammen aus pflanzlichen oder tierischen Quellen und werden in den Laboratorien unserer Lebensmittelchemiker hergestellt, die allerlei Chemikalien, Konservierungsstoffe, Lösungmittel und „zufällige Zusatzstoffe“ hinzufügen, um ein Aromamittel zu erhalten, mit dem sich der mangelnde Geschmack von Lebensmitteln aufbessern lässt. Unter „natürlich“ stellen wir uns normalerweise etwas anderes vor.

Künstliche Farbstoffe lassen Lebensmittel frisch und besonders attraktiv aussehen – besonders für Kinder. Ihre Sicherheit ist recht umstritten. Studien belegen einen Zusammenhang mit ADHS und das Allergiepotential ist hoch. Interessanterweise werden in besonders ungesunden Lebensmitteln auch auffallend viele Lebensmittelfarbstoffe gefunden.

Transfette sollten eigentlich schon längst aus der globalen Nahrungmittelversorgung verschwunden sein. Dass von Nahrungsmitteln, die einen höheren Anteil an Transfettsäureestern enthalten, eine Gesundheitsgefahr ausgeht, ist inzwischen hinreichend belegt. Vor allem das Verhältnis von LDL zu HDL wird negativ beeinflusst, was per Atherosklerose zu einem deutlich erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko führen kann.

Lassen Sie sich auch nicht von Schlagworten auf Lebensmittel-verpackungen irreführen: Vergleichen Sie die Zutatenliste mit angeblichen Prädikaten wie „natürlich“, „Vollkorn“, „fettarm“, „kein Zuckerzusatz“, „Bio“, „leicht“, „kalorienarm“, „glutenfrei“. Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es eventuell auch so.

Fazit? Verwenden Sie so oft wie möglich natürliche Lebensmittel, vielleicht sogar aus dem eigenen Garten oder Blumentopf. Bereiten Sie die Mahlzeiten für sich und Ihre Familie wann immer es geht selbst zu. Nur dann wissen Sie, was wirklich drinnen steckt. Mal davon abgesehen macht es auch Spass immer wieder neue, köstliche Rezepte auszuprobieren und seine Lieben damit zu verwöhnen.

Rezept „Gelber Senf“

  • 250 ml Wasser
  • 125 ml Apfelessig
  • 3/4 Tassen Senfmehl
  • 1 TL Meersalz
  • je 1/2 TL Kurkuma, Knoblauchpulver und Paprika

Alle Zutaten bis auf den Apfelessig in einem kleinen Topf aufkochen und bei niedriger Hitze unter häufigem Umrühren zu einer dicken Paste einkochen lassen. Dann den Apfelessig dazugeben und weiterköcheln bis der Senf die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Abkühlen lassen und in ein sauberes Schraubglas füllen. Im Kühlschrank hält sich dieser Senf zwei, drei Monate.

Für Honig Senf rühren Sie unter die lauwarme Senfpaste Honig nach Geschmack ein. Auch Ahornsirup ist gut geeignet.

Rezept „Dijon Senf“

  • 40g gelbe Senfsamen
  • 40g schwarze Senfsamen
  • 1 EL Senfmehl
  • 75 ml Weissweinessig
  • 75 ml Apfelessig
  • 2 TL Ahornsirup
  • 1 TL Meersalz

Rühren Sie alle Zutaten zusammen und lassen Sie sie einige Stunden gut durchziehen. Geben Sie die Masse dann in den Mixer und zerkleinern Sie die Zutaten bei hoher Geschwindigkeit bis der Senf eindickt. In einem sauberen Schraubglas hält er sich im Kühlschrank etwa einen Monat.

Senf, Knoblauchflocken, Paprika
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Rezept „Tomaten Ketchup“

  • 1 EL Kokosöl
  • 3 Sternanisblüten
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 TL Koriander gemahlen
  • eine Prise Chili (oder ein Stück frischer Chili)
  • 1 grosse gehackte Zwiebel
  • 1 TL Meersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • 3 gepresste Knoblauchzehen
  • 1kg aromatische Tomaten
  • 2 EL Balsamico
  • 1 EL Ahornsirup
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Kokosöl ein einem Topf schmelzen, die Gewürze sanft anrösten bis sie duften, dann Zwiebeln hinzufügen und leicht bräunen. Knoblauch und Tomaten zugeben und bei milder Hitze bis zur gewünschten Konsistenz reduzieren.

Balsamico und Ahornsirup zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anis und Lorbeerblätter entfernen, kräftig durchmixen und in Flaschen abfüllen. Gekühlt etwa einen Monat haltbar.

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Rezept „Aquafaba Mayonnaise“

  • 3 EL Aquafaba (Kochwasser von Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Kichererbsen)
  • 1 TL Senf
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Apfelessig
  • 125 ml Rapsöl (mit besonders hohem Omega-3-Anteil)

Geben Sie die Zutaten nacheinander in einen hohen Mixbecher. Warten Sie kurz, bis sich die Schichten einigermaßen getrennt haben. Stellen Sie nun einen Stabmixer in den Mixbecher und starten Sie den Prozess. Ziehen Sie den Mixstab sehr langsam in die Höhe während sich von unten her Schicht für Schicht verdickt und emulgiert.

Statt Rapsöl können Sie auch (zum Teil) ein mildes Olivenöl verwenden. Mit etwas frisch gepresstem Knoblauch eine wunderbare Aioli. Sollten Sie kein Aquafaba zur Hand haben: Das gute alte Ei tut es natürlich auch. Haltbarkeit: Etwa ein Monat im Kühlschrank.

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Ich wünsche Ihnen allen einen traumhaften Sommer. Er wird anders sein, als die Sommer der vergangenen Jahre. Vielleicht wird es aber auch ein ganz besonderer Sommer in dem wir die Kleinigkeiten des Lebens wieder bewusster geniessen, uns auf Qualität statt Quantität besinnen, Sonne tanken für die Seele und einen guten Vitamin D Spiegel. Halten Sie Ihren Körper gesund und unterstützen Sie ihn mit echten Lebensmitteln für mehr Wohlbefinden und Lebensfreude.

Literaturempfehlungen




Kimchi – koreanische Geschmacksexplosion

Kimchi ist das Nationalgericht Koreas. Für Koreaner gibt es eigentlich kein Frühstück, Mittag- oder Abendessen, ohne das unvergleichliche scharf-säuerliche Gemüse. Für die Herstellung von Kimchi kann man alle Arten von Gemüse verwenden, am häufigsten und wohlschmeckendsten sind Chinakohl, Rettich, Frühlingszwiebeln und Gurken. Die Gemüse werden zusammen mit Gewürzen milchsauer fermentiert, was sie geschmacklich verändert und vor allem haltbar macht. Den typischen Geschmack bekommt Kimchi durch eine ordentliche Portion Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer und Chili.

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Früher lagerte man Kimchi in Fässern, die ins Erdreich eingegraben wurden, heute hat fast jeder koreanische Haushalt seinen eigenen temperierten Kimchi-Kühlschrank.

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Kimchi hat wenig Kalorien, enthält viel Ballaststoffe und hat viele Vitamine und Mineralstoffe. Aufgrund der vielfältigen Nährstoffe , die durch die Zutaten und die Fermentierung enthalten sind, ist es eine ideale Nahrungsquelle für (Not-)Zeiten, in denen kein frisches Obst und Gemüse erhältlich ist. Kimchi ist reich an Vitamin A (aus den Blattgemüsen), Vitamin C (vor allem aus Chili, aber auch aus grünen Zwiebeln und Senfblättern) und anderen Vitaminen, Eisen (aus Blattgemüsen und Meeresfrüchten), Mineralien (reichlich vorhanden in Senfblättern und Ingwer), Proteinen sowie Alliin aus dem Knoblauch. Die während der Fermentation entstehende Milchsäure und Essigsäure wirken keimtötend. Dabei steigt auch der Gehalt an Vitaminen, innerhalb von drei Wochen verdoppeln sich die Anteile der Vitamine B1, B2 und B12. Die enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung, durch den Knoblauch und die Chilis wird das Cholesterin gesenkt. Durch die Fermentation bilden sich Milchsäurebakterien, die als höchst erwünschte Bewohner der Darmflora geschätzt werden. Ein rundum gesundes Gemüse!

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Grundrezept für Buchu-Kimchi (부추김치)

  • 1 Chinakohl (ca. 800 g)
  • 50 g Salz
  • 1 kleiner weißer Rettich (300–400 g)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 EL gehackter Ingwer
  • 2-3 Chilischoten
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 EL brauner Zucker

So wirds gemacht

Lösen Sie die Blätter des Chinakohls einzeln ab und schneiden Sie den Strunk weg.

Mischen Sie aus einem Liter Wasser und dem Salz eine Lake.

Sie können den Chinakohl entweder grob schneiden oder die Blätter ganz lassen (um später die Gemüsefülle darin einzurollen). Rettich klein schneiden und mit dem Kohl für einige Stunden stehen lassen.

Bereiten Sie inzwischen die Gewürzpaste zu: Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln und Chilischoten (eventuell ohne Kerne, falls Sie es nicht so scharf mögen) fein hacken. Wenn es besonders fein werden soll, verarbeiten Sie die Gewürze im Mörser zusammen mit der Fischsauce zu einen feinen Paste. Alternativ können Sie auch Sojasauce verwenden oder einen Schluck Sauerkrautsaft. Das garantiert, dass sich gleich von Anfang an die richtigen Bakterien an die Arbeit machen.

Sieben Sie nun das Gemüse ab und fangen Sie die Lake auf. Vermischen Sie das Gemüse mit den Gewürzen und geben Sie es in ein grosses Einmachglas. Wenn Sie die Chinakohlblätter ganz gelassen haben, können Sie die Gemüsefülle nun darin einrollen. Drücken Sie das Gemüse gut an, sodass möglichst wenig Luft dazwischen ist. Giessen Sie nun Lake zu, bis alles mit Flüssigkeit bedeckt ist. Drücken Sie das Gemüse mit einem Löffel oder mit sehr sauberen Händen wieder nach unten.

Decken Sie nun das Glas mit einem losen Glasdeckel (Gummi und Klammern sind nicht nötig) oder einer Untertasse ab und stellen Sie es an einen warmen Ort, wie z.B. die Küche. Nach wenigen Stunden beginnt die Fermentation und kleine Blasen beginnen aufzusteigen. Probieren Sie jeden Tag ein wenig und drücken Sie das Gemüse wieder nach unten. Nach einer Woche sollten Sie bereits ein sehr gehaltvolles Kimchi haben, dass Sie nun kühl stellen können, um die weitere Fermentation zu bremsen. Dieses Sommer Kimchi wird traditionell einmal pro Woche gemeinsam zubereitet.

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, können Sie das (Winter-) Kimchi auch über längere Zeit bei kühleren Temperaturen langsam fermentieren. Bei mir ist das im Herbst die Gartenhütte, aber auch ein kühler Keller oder ein im Garten eingegrabener Eimer eignen sich bestens. Mein letztes Glas des November Kimchi wurde gestern verspeist.

Kimchi ist man nicht pur. Es peppt simplen Reis auf, passt aber auch zu kurzgebratenem Gemüse, koreanischem Feuerfleisch oder auch ins Rührei.

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Wenn man Kimchi zum ersten Mal probiert, ist es für den Gaumen meist ein überraschendes Erlebnis. Aber die Geschmacksexplosion hat Suchtfaktor. Spielen Sie mit den Zutaten. Aus Rettich, Radischen, Topinambur, Karotten, Sellerie, Lauch, etwas frischem Meerrettich, Pastinaken und/oder roten Rüben lässt sich ein unvergleichliches Wurzel Kimchi herstellen. Auch eine Variante aus Obst ist eine köstliche Variation. Unverzichtbar sind jedoch immer Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer und Chili, die dem milchsaueren Gemüsen den typischen Pepp geben.

Literaturempfehlungen




Fluffiges Low Carb Toastbrot für Gurkensandwiches

Die luftig leichte helle Alternative zu Getreide Toastbrot: Satt Eiweiss und kaum Kohlenhydrate! Blitzschnell zusammengerührt und flugs gebacken.

Zutaten:

  • 200g Molkenproteinpulver natur (Whey)
  • 300g Frischkäse
  • 80 ml Olivenöl (oder flüssige Butter)
  • 4 Eier
  • 1/2 TL Kristallsalz oder Meersalz
  • 1 Backpulver (oder 3 TL Natron)
  • ev. etwas Milch oder Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten mit den Quirlen des Handmixers zu einem glatten Teig rühren (Von der Konsistenz her etwa wie ein Rührteig für Marmorkuchen). Bei Bedarf etwas Milch oder Wasser zugeben.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten! Backofen bei 175° Ober- und Unterhitze ca. 40 Minuten backen. Eventuell zwischendurch abdecken, damit das Toastbrot nicht zu dunkel aber trotzdem gar wird. Stäbchenprobe machen, ob der Teig noch kleben bleibt und gegebenenfalls die Backzeit anpassen.

Stürzen, auskühlen lassen und servieren!

Mit Olivenöl hat das Toastbrot deutlichen Ciabatta-Charakter. Variieren Sie mit getrockneten Tomaten- oder Olivenstückchen oder italienischen Gewürzen im Teig. Wenn Sie das Olivenöl durch Butter ersetzen, wird es deutlich milder. Wenn Sie eine süßliche Note mögen, können Sie etwas Erythriol oder Xylit zugeben.

Toll schmeckt das herrlich weisse, supersofte Toastbrot auch zur Tea Time als Gurkensandwich.

Zutaten:

  • Low Carb Toastbrot
  • 1 Salatgurke
  • Butter zum Bestreichen
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Schneiden Sie das Toastbrot etwa 3/4 cm dicke Scheiben und entfernen Sie die milimeterdünne dunkle Rinde. Klassiche bestreichen Sie die Schnitte nun mit gesalzener oder ungesalzener Butter und belegen mit geschälter, gehobelter Gurke. Salzen und pfeffern. Eine weitere Scheibe als Deckel auflegen. Besonders hübsch sind die Gurkensandwichs wenn Sie sie diagonal durchschneiden.

Als Aufstrich eignet sich auch gut Frischkäse, selbstgemachte Blitzmayonnaise oder Topfen. Schneiden Sie etwas frische Kresse vom Beet, die gut mit der Gurke harmoniert. Oder verwenden Sie ihre selbstgezogenen Lieblingssprossen, um die Sandwichs aufzupeppen. Auch frische Schnittlauchröllchen oder ein paar Zweige Dill sind eine gute Ergänzung. Ein paar Tropfen Zitronensaft und ein paar Streifen Zitronenschale geben eine besondere Note.




Krustenbrot – knusprig mit viel Eiweiss und seeehr low carb

Zutaten:

Zubereitung:

Das Backrohr auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die trockenen Zutaten vermischen, dann Eier und Topfen dazugeben und am besten mit den Knethaken des Handrührgerätes einen Teig kneten. Der Teig ist noch relativ weich, wird aber kompakter, wenn die Leinsamen aufquellen.

Die Teigmasse nun auf ein Backpapier häufen und an Ort und Stelle zu einem Laib formen.

Sie können das Krustenbrot aber auch in einer kleinen Kastenform oder als kleine Brötchen backen.

Krustenbrot - Brötchen

Das Brot kann nun noch mit Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Sesam,… bestreut werden (fest andrücken!).

Krustenbrot mit Kernen

Die Backzeit beträgt je nach Ofen und Form des Brotes etwa 40 Minuten. Eventuell gegen Ende abdecken, damit es nicht zu dunkel wird. Die Kruste sollte schön resch und knusprig sein. Innen ist es trotzdem durch den Topfen schön saftig und weich.

Das Tolle an dem Rezept ist die Wandlungsfähigkeit: Nehmen Sie statt den Walnüssen auch mal Haselnüsse, Mandeln, Pinien-, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne. Auch Oliven oder getrockete Tomatenstücke machen sich gut. Statt der Weizenkleie ist auch Haferkleie möglich, die sich mit etwas mehr Kohlenhydraten zu Buche schlägt, allerdings solchen, die den Blutzuckerspiegel nur ganz langsam ansteigen lassen. Haferkleie gibts auch glutenfrei, wenn das für Sie wichtig ist. Sonnenblumenprotein kann auch durch andere Proteine ersetzt werden wie etwa Kürbiskernprotein, Hanfprotein oder Reisprotein, allesamt hervorragende pflanzliche Eiweisspender. Seien Sie kreativ! Dank des Backtriebmittels Natron kann man eigentlich nicht viel falsch machen (außer den Teig zu lange stehen lassen – denn dann würde der Teig schon vor dem Backen wieder zusammenfallen).

Die obige Variante für Krustenbrot gibt ca. einen 500g Laib und enthält in etwa 50g Kohlenhydrate und knapp 100g Eiweiss. Verglichen mit herkömmlichen fertig gekauften Eiweissbroten sind das hervorragende Nährwerte und dank der knusprigen Kruste ist das Brot ein unübertrefflicher Genuss.




Blaukraut fernöstlich mit Ingwer und Garam Masala

Blaukraut ist eine richtiges Lebensmittel. Es ist reich an Ballaststoffen und Vitamin C, Kalium und Senfölen – einem Turbo für unser Immunsystem. Dabei schlagen sich die Kalorien kaum zu Buche. Die für die Blaufärbung verantwortlichen Anthocyane sind antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe. Dieser Effekt soll der Krebsvorbeugung dienen. Rotkohl wird zugeschrieben cholesterinsenkend, entwässernd und gut für die Sehkraft zu sein. Es ist entzündungshemmend und beugt Infekten vor. Frisch vom Feld also das ideale Rezept für unser herbstliches Wetter.

Blaukraut - Kohlkopf

Zutaten:

Zubereitung:

Das Blaukraut waschen, putzen, vierteln und vom Strunk befreien. Die Viertel noch einmal in zwei Spalten teilen und nudelig schneiden. Dann in etwas Kokosöl in einer beschichteten Pfanne anbraten. Natron zugeben um die Bekömmlichkeit zu verbessern und die Gardauer wesentlich zu verkürzen. Natron gibt dem Gericht durch seine basischen Eigenschaften auch einen wunderschönen Blauton. Garam Masala und Zuckerersatz zugeben und auf moderater Flamme weiterbraten, bis das Blaukraut al dente ist. Zum Schluß den frischen Ingwer zugeben und mit Salz abschmecken.

Garam Masala („heisses Gewürz“) ist eine traditionelle Gewürzmischung, die nach der ayurvedischen Heilkunde den Körper erhitzt. Jede indische Familie hat ihr oft streng gehütetes Geheimrezept.

Typische Gewürze für Garam Masala sind Kreuzkümmel, Koriander, gemahlene Muskatblüte, schwarzer Pfeffer, Kardamom, Piment, Gewürznelken, Zimt, Fenchel und Lorbeerblatt. Wenn Sie noch mehr Hitze benötigen, geben Sie etwas Chillipulver zu.

Blaukraut - Garam Masala

Wenn Sie den Duft fernöstlicher Gewürze lieben, bereiten Sie doch Ihre eigene Mischung zu – hier ein Rezept zum Ausprobieren:

Zutaten:

Zubereitung:

Erhitzen Sie eine schwere Bratpfanne (falls vorhanden eine Eisenpfanne) ohne Öl. Rösten Sie nun vorsichtig die Gewürze darin, so dass sie etwas Farbe annehmen und köstlich duften. Aber vorsichtig, sie sollten nicht verbrennen. Lassen Sie die Mischung dann abkühlen und zerkleinern Sie sie im Mörser – oder wenn Sie es weniger stilvoll brauchen – in der Küchenmaschine. In einem Schraubglas luftdicht verschlossen hält sich die Mischung monatelang.

Einkaufstipps:

Wenn Sie einen kleinen asiatischen Lebensmittelladen in der Nähe haben, gönnen Sie sich diesen Kurzurlaub dort einzukaufen. Auch der frische Ingwer dort ist unvergleichlich und sie sitzen an der ursprünglichen Quelle dieser fernöstlichen Köstlichkeiten.

Ansonsten finden Sie die Gewürze mit links zu Bezugsquellen unterlegt. Wundern Sie sich nicht über die Preise. Die Firma TRS importiert seit 50 Jahren Gewürze, praktisch so verpackt, wie ich sie vor 30 Jahren schon auf meinen Reisen aus den Herkunftsländern mitgebracht habe. Es gibt wesentlich teurere Alternativen europäischer Firmen, die jedoch nicht unbedingt besser sind.




Brot aus Keimlingen – Getreide mit Frühlingskraft

Brot durchlebt gerade schwere Zeiten. Einst wurde es aus frisch gemahlenem Getreide mit Salz, Gewürzen und vielleicht etwas wohlgehütetem, selbst gemachten Sauerteig hergestellt. Unser heutiges Brot hingegen ist ein Gemisch aus vitalstoffarmen Auszugsmehlen ohne Ballaststoffe und wertvollen Keimen (die statt dessen im Viehfutter landen) und einer geballten Ladung Lebensmittelchemie, Kunstdünger und Pestiziden. Brot aus solchen Auszugsmehlen ist nicht nur nutzlos, sondern schlichtweg schädlich. Da es selbst kaum Vitamine und Mineralstoffe enthält, müssen zum Abbau der gesundheitsschädlichen Rückstände Vitalstoffe aus anderer Nahrung zugeschossen werden. Der Körper wird dazu gezwungen Raubbau zu betreiben und übersäuert. Der hohe glykämische Index trägt dazu bei, dass der Blutzucker- und Insulinspiegel empfindlich gestört wird.

Brot aus Keimlingen

Wer gesundes täglich Brot essen möchte, macht es am besten selbst. Besonders wertvoll und bekömmlich wird es, wenn man dazu gekeimtes Getreide verwendet. Beim Keimen weckt man das Korn quasi aus dem Schlaf. Der Nährwert des Korns verändert sich während des Keimens ausgesprochen vorteilhaft: Der Eiweissgehalt nimmt um etwa 20% zu. Vitamine und Mineralstoffe vervielfachen sich und werden leichter verwertbar. Der Fettgehalt nimmt ab und gleichzeitig erhöht sich der Gehalt an ungesättigten Fettsäuren.

Dieses basische Brot aus Keimlingen sättigt und nährt, versorgt und schützt den Körper mit purem Leben.

Zubereitung

Am einfachsten geht es, wenn man Getreide (vorzugsweise alte Sorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn, oder Ur-Roggen) für 6 Stunden einweicht und dann für zwei bis vier Tage keimen lässt. Wenn die Keimlinge etwa einen Zentimeter lang sind, sind sie perfekt. Dann ein letztes Mal spülen und mit etwas Wasser im Mixer zerkleinern. Zum Getreidebrei gibt man nun etwas Kristallsalz, Brotgewürze und nach Wunsch Kerne, Samen oder Nüsse. Kleine Fladen formen und auf einem Backblech bei niedriger Temperatur (etwa 50°) trocknen lassen. Diese Zubereitung ist besonders schonend für die wertvollen Inhaltsstoffe.

Wer lieber einen klassischen Brotlaib möchte, kann den Getreidebrei auch mit Hefe oder Sauerteig gehen lassen und dann in einer Kastenform backen.




Kernige Saatentaler – Brot ganz ohne Mehl

Saatentaler sind eine kernige Alternative zu Kornbrot – ganz ohne Mehl und ohne Backtriebmittel (und sonstigem Unfug, der in gekauftem Brot verbacken wird). Dafür voll von Vitalstoffen.

Zutaten:

  • 1 Tasse Sonnenblumenkerne
  • 1 Tasse Leinsamen geschrotet
  • 1 Tasse Kürbiskerne ganz
  • 1 Tasse Flohsamen ganz
  • 1 TL Himalayasalz
  • 1/2 TL Xylit oder Erythriol
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Kümmel
  • ca. 1,5 Tassen Wasser
  • ev. ein wenig Distelöl oder Erdnussöl fürs Blech

Zubereitung:

Die Sonnenblumenkerne schroten (z.B. in einer Kaffeemühle oder einem Blitzhacker). Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.

Dann das Wasser zugeben. Dieser noch wenig kompakte „Teig“ muss nun mindestens 2 Stunden ruhen, damit die Floh- und Leinsamen aufquellen können. Wer möchte, kann den Teig auch abends zubereiten und morgens backen. Die Wasserangaben können nur ungefähr sein, da die Quellfähigkeit der Samen recht unterschiedlich sein kann. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben, oder noch ein paar Flohsamen.

Den Teig in etwa 8-10 gleichgrosse Stücke teilen, zu Kugeln formen und dann auf einem mit Backpapier belegten, mit etwas Distelöl beträufelten Blech zu Talerform (runde Scheiben) sehr flach drücken. Etwa 0,5 – 0,75 cm dick wäre ideal. Mit Wasser bepinseln oder besprühen. Bei ca. 175° etwa 20 Minuten backen. Eventuell nach 15 Minuten wenden. Auskühlen lassen.

Die Saatentaler halten problemlos mehrere Tage und gewinnen durch die Lagerung noch an Geschmack (Zum Beispiel gestapelt in einer Müslischüssel mit einem kleinen Teller als Deckel lose obenauf). Sie lassen sich aber auch hervorragend einfrieren. Getoastet oder kurz über der Glut gegrillt (mit Frischkäse, Kräutertopfen oder Hummus) ein Gedicht. Oder versuchen Sie eine der köstlichen, intensiv fruchtigen Low Carb Marmeladen wie die herbstliche Apfelkonfitüre.

Variieren Sie auch mit Ihren Lieblingsbrotgewürzen: Koriandersamen oder Kardamom passt wunderbar. Auch Wildkräutersamen wie Brennesselsamen oder Engelwurzsamen lassen sich verwenden. Geben Sie Walnüsse, Haselnüsse oder Mandeln in den Teig. Natron dient hier weniger als Backtriebmittel sondern mehr dem Neutralisieren von Säuren. Spielen Sie mit den süssen Zutaten um Ihren Saatentalern eine besondere Note zu geben.