Astaxanthin – Pretty in Pink

image_pdfimage_print

Astaxanthin gilt als eines der stärksten Antioxidantien der Welt. Es soll die Leistungsfähigkeit verbessern, die Stressresistenz und das Immunsystem. Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie Astaxanthin am besten für die Gesundheit nutzen können.

Astaxanthin ist ein Farbstoff aus der Klasse der Carotinoide. Es kommt in Krustentieren, Fischen (besonders in Lachs) sowie Tieren und Pflanzen mit roter Farbe vor.

Astaxanthin in Lachs

Das in Garnelen enthaltene Pigment ist an ein Protein gebunden und wird durch Hitze freigesetzt – deshalb ändern Krustentiere beim Kochen die Farbe. Astaxanthin ermöglicht Wildlachsen die Flüsse hinaufzuschwimmen, um die für ihre Vermehrung geeignete Zone zu erreichen. Ohne dieses wären sie dazu nicht in der Lage.

Astaxanthin ist außerdem in größerer Menge in der Alge Haematococcus pluvialis enthalten, die für die Farbe der Fische verantwortlich ist, die es aufnehmen (sowie für die Farbe der Flamingos, die die Fische verzehren).

Astaxanthin in Algen

Astaxanthin kann auch chemisch hergestellt werden, allerdings mit deutlich geringerem Nutzen als beim natürlichen Pigment.

Astaxanthin unterstützt die Gesundheit von Gelenken, Haut und Gefäßen. Es ist außerdem eines der wenigen Antioxidantien, das die Blut-Hirn-Schranke und die Blut-Retina-Schranke überwinden kann. Das Gehirn und die Augen können so von seinen Vorteilen profitieren. Es verteilt sich sehr schnell im ganzen Körper und kann so blitzartig freie Radikale neutralisieren.

Aber wozu braucht es diese Antixoxidatien überhaupt? Wie der Name schon sagt, sie verhindern die Oxidation. Freie Radikale sind höchst reaktive sauerstoffhaltige Moleküle, denen jedoch ein Elektron fehlt. Dieses wird beschafft, indem Körperzellen ein vorhandenes Elektron entrissen wird. Die geschädigte Körperzelle wird nun selbst zur freien Radikale und macht sich wiederum auf die Suche nach einem Elektron. Diese Kettenreaktion nennt man Oxidation oder oxidativer Stress und schädigt den Körper massiv. Sie ist die Ursache vieler Gesundheitsprobleme und Alterunsprozesse.

Astaxanthin gegen Oxidation

Der Umkehrprozess – die Reduktion – wäre demzufolge ein Jungbrunnen. Bezüglich des Redoxpotentials (der Fähigkeit zur Reduktion) zeigte sich in Studien, dass Astaxanthin fast 20-mal besser wirkte als Vitamin E, über 50-mal besser als Beta-Carotin und über 60-mal stärker als Vitamin C.

Seine vielen Tugenden machen Astaxanthin zu einem Superfood für alle Lebenslagen. Es ist besonders empfehlenswert für Personen die Schutz suchen für:

  • das Gehirn
  • die Augen
  • die Haut
  • die Gelenke
  • die allergisch oder regelmäßig krank sind.

Dennoch weist es für einige Menschen mit bestimmten Profilen ganz besondere Vorteile auf: Astaxanthin erhöht die Ausdauer von Sportlern und ist besonders für Ausdaueraktivitäten im Freien empfehlenswert. Wegen seines hohe Proteingehalts fördert es auch die Regeneration nach einem Wettkampf, indem es die Muskelproteine wieder aufbaut.

Auch das Immunsystem, das nach einem Wettkampf angeschlagen ist, wird auf vielfältige Weise gestärkt. So wird z.B. die Produktion von Killerzellen im Körper angeregt und deren Leistungsfähigkeit verbessert.

Gegenanzeigen, Toxizität oder Nebenwirkungen bei der Einnahme von Astaxanthin sind nicht bekannt (im Gegensatz zu Carotin, das bei erhöhter Einnahme bei Rauchern zu einem grösseren Lungenkrebsrisiko führen kann). Eine leichte Gelbfärbung der Handflächen oder Fusssohlen kann sich bei längerdauernder hoher Einnahme zeigen – wie man es auch von Babies kennt, die öfter Karottenbrei bekommen. Dies ist jedoch ein kosmetischer Effekt, kein gesundheitlicher.

Carotin oder Astaxanthin?

Die empfohlene Dosis pro Tag beim gesunden Menschen beträgt ca. 4 mg. Dies mag auch ausreichen, um das Immunsystem zu stimulieren oder das Hautbild zu verbessern. Im Krankheitsfall muss dies Dosis jedoch angepasst werden.

Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen, bei Arthritis, Karpaltunnelsyndrom, Tennisarm können bis zu 12 mg pro Tag sinnvoll sein.

Als Sonnenschutz, für Gehirn und Nervensystem, für die Augen und die Sehkraft, aber auch ganz allgemein für mehr Kraft und Ausdauer passen Dosierungen bis zu 8 mg pro Tag.

Sie können mit 4 mg beginnen und die Dosis in kleinen Schritten (z.B. jede Woche 1 mg mehr) steigern. Oder Sie beginnen mit hohen Dosen und reduzieren nach Eintritt der Verbesserung wieder.

Kann man das auch mit natürlichen Lebensmitteln decken? Nun – in einem Kilo Atlantischem Lachs sind etwa 4 mg Astaxanthin enthalten. Das dürfte auch für Fischbegeisterte schwierig werden…

Astaxanthin aus natürlichen Lebensmitteln

Es gibt inzwischen unzählige Kapselpräparate, bei denen jedoch entsetzlich oft getrickst wird. Und zwar auf folgende Weise:

Astaxanthin wird nicht in Reinform angeboten sondern meist als Pulver mit 5 bis 20% Extraktanteil. Wer also 4 mg einnehmen möchte, der muss bei einem Produkt in 10%iger Konzentration 40 mg Pulver zu sich nehmen. In den Kapseln sind mitunter nur 4 mg 10%iges Pulver und nicht 4 mg reines Astaxanthin enthalten. Und das wird auch im Etikett oft geschickt versteckt.

Ich verwende schon seit Jahren die beiden untenstehenden Produkte aus Algenextrakt und zwar in Leinöl gelöst. 10 Gramm 10%iges Pulver in eine Flasche mit 500 ml Leinöl geben. 10 Gramm sind 10.000 mg geteilt durch 40 sind 250 Tagesdosen, die in der Flasche stecken. Ein Teelöffel fasst 4-5 ml. Mit einem Teelöffel dieser Leinölmischung nehmen Sie also schon ca. 12 mg Astaxanthin zu sich.

Wenn Sie eine niedrigere Dosierung bevorzugen, nehmen Sie besser das 5%ige Pulver (5 Gramm auf 250 ml Leinöl) dann bekommen Sie pro TL etwa 6 mg Astaxanthin.

Produktempfehlungen

Schreibe einen Kommentar